TC "Der Frankfurter Kreis" e.V.
Der Frankfurter Kreis im Internet

Presseberichte
Internationales Einladungsturnier 06.04.2002

 

Frankfurter Rundschau 09.04.2002

  Den "Schlümpfen" auf der Spur

 

Sascha und Natascha Karabey greifen die WM-Finalplätze an

Von Katja Sturm

Die Zeit war reif für einen Neuanfang. Seit mehr als drei Jahren dominieren Sascha und Natascha Karabey die Standard-Szene hier zu Lande, haben drei nationale Titel in der so genannten Hauptgruppe gewonnen und sich allmählich in Richtung Weltspitze geschoben. Dort steht das für den TC "Der Frankfurter Kreis" tanzende Geschwisterpaar derzeit an einer Schwelle, die zu überwinden ihm zweimal ganz knapp versagt blieb: der Einzug ins Finale bei einer Weltmeisterschaft.

Dieses Ziel hatten die beiden Bad Homburger auch im Blick, als sie sich zu Jahresbeginn zu einer kurzen Turnierpause entschlossen, sich einmal ein paar Wochen "voll und ganz auf die Tanzerei konzentrierten", mit ausländischen Trainern intensiv und hart an sich arbeiteten, wie es Sascha Karabey ausdrückt. Die Paare, mit denen sie sich jetzt in der Weltspitze messen können, ja die sie bald überholen wollen, hätten eine solche Phase bereits hinter sich. Die mit 23 und 21 Jahren noch jungen Geschwister selbst hatten sich zuerst national und international vorne etablieren wollen, um es ihnen gleichzutun.

"Stein auf Stein" hätte das sich als "introvertiert" bezeichnende Paar seinen Tanz in dieser Zeit neu aufgebaut, dabei die Qualität verbessert und sich auch um mehr Ausdruck bemüht. Dem hiesigen Publikum gaben die beiden am Wochenende beim Großen Preis der Stadt Bad Homburg eine Kostprobe ihres neu erworbenen Könnens, und auch den Laien dürfte aufgefallen sein, dass sich einiges verändert hat, nicht zuletzt das jetzt weitaus lebendigere Mienenspiel. Allein Fachleute wie Harald Frahm, der Präsident des Deutschen Tanzsportverbandes, haben dagegen wohl gemerkt, dass sich auch die Distanz der drittplatzierten Karabeys zu den vor ihnen rangierenden WM-Fünften Arunas Bizokas und Edita Daniute aus Litauen verkürzt hat, diese ihnen sogar beim Wiener Walzer eine Zwei überlassen mussten. Dass es nicht mehr waren, störte die Deutschen nicht. Das hätte nicht der Realität entsprochen, erklärt Sascha Karabey, "wenn wir an denen vorbeiziehen wollen, dann im Ausland und für immer".

Dabei könnten die Karabeys von ihrer mit 1,90 und 1,70 Meter stattlichen Körperhöhe profitieren, die es ihnen ermöglicht, "leichter Volumen zu produzieren, größere Schwünge zu machen". Doch die zwischen ihnen liegende Differenz von 20 Zentimetern verschafft ihnen auch Nachteile gegenüber den "Schlümpfen", wie Sascha Karabey die kürzer gewachsenen und sich deshalb oft schneller bewegenden Konkurrenten liebevoll bezeichnet. "Unsere Schwerpunkte liegen eben nicht auf einer Höhe", und so laufe man schnell Gefahr, dass "bei einem kleinen Fehler das Paar auseinander fällt".

Bei der mittlerweile konstant hohen Qualität der beiden dürfte solches aber wohl kaum mehr passieren. Und so hoffen Sascha und Natascha Karabey, spätestens im September ausreichend präpariert zu sein, um zum Angriff auf die ersten sechs Plätze in der Welt übergehen zu können.

 

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Dokument erstellt am 09.04.2002 um 00:02:34 Uhr
Erscheinungsdatum 09.04.2002

 

 
 

Frankfurter Neue Presse  vom 09.04.2002

  Platz drei stellt die Karabeys zufrieden


Bad Homburg. Die Geschwister Sascha und Natascha Karabey bestätigten drei Wochen vor der Europameisterschaft in den Standardtänzen beim 14.Bad Homburger Turnier eindrucksvoll ihre Zugehörigkeit zur Weltspitze. Der dritte Platz hinter den WM-Zweiten Mirko Gozzoli/Alessia Betti aus Italien sowie den Litauern Arunas Bizokas/Edita Daniute, die im dänischen Aarhus eine EM-Medaille holen wollen, ist höher einzuschätzen als die Siege, die in den vergangenen drei Jahren nur gegen nationale Konkurrenz errungen wurden.
Die Weltranglisten-Fünften vom TC "Der Frankfurter Kreis" haben zuletzt zwei Monate lang in England und Italien sowie bei Bundestrainer Wessel-Therhorn hart trainiert. "Wir haben viel an der Technik gearbeitet, um schneller und lockerer zu werden", meinte Sascha Karabey, der mit dem Abschneiden zufrieden war. "Natürlich liegt unser Ziel noch höher, aber wir sind auf dem richtigen Weg. Nun wissen wir, es lohnt sich, noch härter zu trainieren" bestätigte die zwei Jahre jüngere Natascha, die nicht nur bei der EM, sondern vor allem bei der Weltmeisterschaft in Finnland im September ins Finale will.
Auch die internationalen Wertungsrichter honorierten die Leistungen. Im Wiener Walzer, dem besten Tanz der Karabeys, gelang es ihnen sogar, die Litauer vom zweiten Platz zu verdrängen. Einige Experten meinten, es hätten sogar einige "Zweier" mehr sein können. "Ich finde die Wertungen in Ordnung. Wir wollten keinen Heimvorteil genießen. Wichtig ist, im Ausland die direkten Konkurrenten zu schlagen", so Sascha Karabey, der sich über den Abstand nach hinten freute. Denn die auf den Rängen vier und fünf gelandeten Paare – die Deutschen Vizemeister Marcus Weiß/Anja Schramm aus Hamburg und die englischen Weltranglisten-Achten Warren und Kristi Boyce – fielen gegenüber den Frankfurtern deutlich ab.
In Anbetracht ihrer Möglichkeiten konnten auch die drei weiteren hessischen Paare zufrieden sein. Die Wetzlarer Volker Schmidt/Ellen Jonas erreichten die Zwischenrunde, in der ihr Langsamer Walzer besonders gut ankam. Für die beiden Paare des TC "Der Frankfurter Kreis" kam das "Aus" bereits in der Vorrunde. Timo Henkes/ Daniela Zach hätten allerdings nach Meinung des italienischen Wertungsrichters Davide Gabussi sogar in die Zwischenrunde gehört. "Ich bin sehr zufrieden, insbesondere mit dem Langsamen Walzer", sagte Timo Henkes, der vor einem Jahr noch mit Delia Slesina tanzte. Slesina hat nun mit Stefan Bannier einen neuen Partner. "Es macht unheimlich viel Spaß, in einem so starken Feld dabei sein zu dürfen", freute sich Slesina trotz des frühen Ausscheidens.
Mehr als nur Ersatz für die bei der EM in Barcelona weilenden Latein-Paare (die Gießener Franco Formica und Oksana Nikiforova gewannen dort "Silber") waren die weltbesten Junioren, die diesmal um den "Pokal der Spielbank Bad Homburg" in den lateinamerikanischen Tänzen kämpften. Die Sieger Denys Drozdyuk/Polina Kolodizner (Berlin) werden in Hessen ebenso wie die Vierten Ronak und Tasmin Spamer (TC Nova Gießen) werden schon bald bei den Deutschen Zehn-Tänze-Meisterschaften in Offenbach (4. Mai) wieder zu sehen sein. Drozdyuk/Kolodizner bekamen für ihre reife Leistung 25 Mal Platz eins und verwiesen die Darmstädter Michelke Soriano/ Jessica Mohr auf Platz zwei. (löf)
 

 
 

Frankfurter Neue Presse (Regional) vom 08.04.2002

  Perfektion, Eleganz und Tempo

Von Michael Löffler

Bad Homburg. Die Lokalmatadoren Sascha und Natascha Karabey mussten sich nach drei Siegen in Folge diesmal "nur" mit Platz drei begnügen, doch der Stimmung bei dem vom TC "Der Frankfurter Kreis" und der "Kur- und Kongress GmbH" veranstalteten Bad Homburger Tanz-Turnier tat dies keinen Abbruch. Schließlich war die Konkurrenz im "Großen Preis der Stadt Bad Homburg" vom Feinsten. Das im Kurhaus dominierende Standard-Paar Mirko Gozzoli/ Alessia Betti aus Italien wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in drei Wochen den EM-Titel holen und im September zum Weltmeister gekürt werden. Die Zweiten aus Bad Homburg, Arunas Bizokas/Edita Daniute liebäugeln ebenfalls mit einer EM-Medaille. Und, besonders erfreulich aus hessischer Sicht: Die Geschwister Karabey sind dicht an den Litauern dran.

Doch es waren nicht nur die Weltklasse-Darbietungen, die dieses Turnier zu einem Highlight machten, sondern auch das einmalige Ambiente. Seit dem die Rallye Monte Carlo nicht mehr in der Kurstadt gestartet wird, stellt das traditionelle Tanzturnier im Kurhaus das größte internationale Sport-Highlight der Stadt dar. "Oberbürgermeister Wolters wird es bedauert haben, dem Ball wegen anderweitiger Verpflichtung ferngeblieben zu sein", sagte bei der Siegerehrung das ehrenamtliche Magistratsmitglied Monika Faßbinder (SPD). Wer es nicht versäumte, sich im ausverkauften Saal zu Klängen der Band "Los Chicos" unter das begeistert tanzende Volk zu mischen, war Kurhaus-Direktor Peter Bruckmaier. "Die Veranstaltung ist fester Bestandteil des Bad Homburger Gesellschaftslebens. Ich könnte mir ein Jahr ohne das Tanzturnier gar nicht mehr vorstellen. Es ist keine Frage, dass wir die Tradition fortsetzen werden, zumal das Publikum begeistert mitzieht und mittlerweile die Qualität der Darbietungen auch mit dem in vielen Jahren angeeigneten Sachverstand beurteilen kann", sagte Bruckmaier, der selbst von dem hohen Niveau schwärmte.

Er hatte allen Grund dazu. Die siegreichen Italiener zeigten besonders im Langsamen Walzer, beim Tango und Quickstep absolute Perfektion, gepaart mit Tempo und Eleganz. Viel Lob verdienten sich auch die Weltranglisten-Fünften aus Bad Homburg. "Wir haben zwei Monate lang hart trainiert, uns auf dem Parkett total umorientiert. Nun wollen wir sehen, wie weit wir bereits sind", sagte Sascha Karabey (22) vor dem Turnier. "Wir waren zufrieden", bestätigte die um zwei Jahre jüngere Natascha hinterher. Was noch wichtiger war: Auch die internationalen Wertungsrichter honorierten die Leistung. Im Wiener Walzer, dem besten Tanz der Karabey’s, gelang es sogar, den Litauern den zweiten Platz abzuringen. Und der Abstand nach hinten, immerhin zu so renommierten Paaren wie den Deutschen Vize-Meistern Marcus Weiß/Anja Schramm (Hamburg) oder den englischen Weltranglisten-Achten Warren und Kristi Boyce, ist beruhigend groß.

Viel Freude hatten die Zuschauer auch an den weltbesten Junioren, die im "Pokal der Spielbank Bad Homburg" Kostproben ihres Könnens in den lateinamerikanischen Tänzen gaben. Von den Siegern, Denys Drozdyuk/Polina Kolodizner aus Berlin, wird man sicher noch einiges hören.

© 2002 Rhein-Main.Ne

 

 
 

Frankfurter Rundschau 08.04.2002

  Ein Stückchen näher an die Spitze herangekommen

 

Das Tanzpaar Sascha und Natascha Karabey wird bei "seinem" Turnier in Bad Homburg Dritter / Sieg für die Italiener Mirko Gozzoli und Alessia Betti

Von Katja Sturm

Auch wenn es noch so leicht und locker aussieht, die Paare manches Mal nicht auf dem Parkett zu gleiten, sondern darüber zu schweben scheinen - Tanzen als Turniersport ist verdammt anstrengend. So steht Sascha Karabey nach seinem letzten Auftritt vor der Siegerehrung in der dunklen Ecke, in der die Tänzer und Tänzerinnen achtlos ein paar Trainingsjacken und Utensilien zurückgelassen haben, bevor sie sich den fünf Wertungsrichtern stellen mussten, und schwitzt aus allen Poren, bringt, bevor er ein paar kräftige Züge aus der Wasserflache genommen hat, kaum einen Ton hervor. Dreimal fünf Tänze haben er und seine Schwester Natascha, die amtierenden deutschen Meister in den Standardtänzen, an diesem Abend zeigen müssen, um zu erfahren, dass sie das Kurhaus als Drittplatzierte im Wettbewerb um den Großen Preis der Stadt Bad Homburg verlassen würden.

Was angesichts des dreifachen Erfolgs der für den gastgebenden TC "Der Frankfurter Kreis" tanzenden Geschwister bei "ihrem" Turnier auf den ersten Blick als Enttäuschung erscheinen könnte, ist ein durchaus erwartetes Ergebnis. Denn im Gegensatz zu den vergangenen Jahren war das Standardturnier in der Kurstadt diesmal international besetzt, und das hochklassig. In den Italienern Mirko Gozzoli / Alessia Betti gewannen denn auch die derzeit als weltbestes Paar gehandelten Favoriten souverän vor den WM-Fünften Aruna Bizokas / Edita Daniute, mussten diesen nur eine einzige Eins im Slowfox abgeben. Den Litauern wiederum nahmen die Karabeys im Wiener Walzer eine Zwei ab, verloren jedoch gleichzeitig eine Drei an ihre viertplatzierten Hamburger Dauerkonkurrenten Marcus Weiß / Anja Schramm.

"Natürlich haben wir gehofft, hier zu gewinnen", sagt der 26-jährige Gozzoli. Doch dass solche Siege, auch gegen noch stärkere Konkurrenz, selbstverständlich sein dürften für ihn und seine 24-jährige Partnerin, die sich im September im finnischen Espoo erstmals den WM-Titel holen wollen, wiegelt er gleich ab: "Das kommt immer auf den Tag an" und sei "nie sicher". In Bad Homburg erwischten die beiden, die gemeinsam eine Tanzschule führen, zumindest einen guten. Souverän und scheinbar mühelos bewältigten sie die schwierigsten Passagen und vermittelten auch durch stets lockere Gesichtszüge Spaß an der rhythmischen Bewegung.

Was so selbstverständlich wirkt, dahinter steckt harte Arbeit. Davon wissen die Karabeys nur allzu gut zu berichten. Zumindest sehen sich die beiden aber mittlerweile an einem Punkt angekommen, an dem sich, wie Sascha Karabey sagt, "unsere Qualität so verbessert hat, dass wir jetzt auch mehr auf andere Dinge achten können", beispielsweise Ausdruck und Virtuosität. Dabei "befinden wir uns in einer Experimentierphase". Denn ein Turnier wie das in Bad Homburg gilt für den 23-jährigen Reiseverkehrskaufmann und die 21-jährige Bankkauffrau nur als Zwischenstation auf dem Weg zu einem viel wichtigeren Ziel: die WM und die Hoffnung, dort endlich einmal ins Finale einziehen zu können, das sie im vergangenen Jahr als Siebte lediglich um einen Platz verpassten. Doch nicht allein deshalb und weil sie ihrer Meinung nach "ziemlich gut getanzt" hatten, waren die Bad Homburger mit dem Ergebnis zufrieden. "Es entspricht der Realität", sagt Sascha Karabey.

Im zweiten Wettbewerb an diesem Abend, im Pokal der Spielbank Bad Homburg, maß sich eine Auswahl internationaler Jugendpaare. Wegen der gleichzeitig in Barcelona ausgetragenen Europameisterschaften in den lateinamerikanischen Tänzen fehlte die Elite der über 18-Jährigen. Doch während in Spanien die Russen Dimitri Timochin / Anna Besikowa ihren Titel vor den Gießenern Franco Formica / Oksana Nikiforowa verteidigten, demonstrierte der Nachwuchs, allen voran die Sieger Denys Drozdyuk / Polina Kolodizner (Berlin), dass er in Zukunft bei solchen internationalen Medaillenvergaben durchaus ein Wörtchen mitreden könnte.

 

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Dokument erstellt am 07.04.2002 um 23:59:37 Uhr
Erscheinungsdatum 08.04.2002

 

 

Frankfurter Rundschau 28.03.2002

Die etwas andere Traditionsveranstaltung

In Bad Homburg tanzt diesmal auch die Jugend / Standard-Turnier international besetzt

Von Katja Sturm

Das in jedem Frühjahr im Kurhaus von Bad Homburg ausgetragene große Tanzturnier des TC "Der Frankfurter Kreis" darf im Jahr seiner 14. Auflage durchaus schon als Traditionsveranstaltung bezeichnet werden. Und dass das Willy Hilgenberg, den Ersten Vorsitzenden des Klubs, stolz macht, vermag er nicht zu verhehlen. Wer jedoch vermutet, dass sich deshalb auf dem Turnier schon ein bisschen Staub angesammelt hat, liegt falsch. Zumal vor allem in diesem Jahr so manch bislang Gewohntes vermisst werden oder sich zumindest geändert haben dürfte - aus nicht unbedingt positiven Gründen.

So wird, wer sich auf einen Flirt auf Distanz mit Franco Formica oder seiner Partnerin Oksana Nikiforowa, die derzeit für den TSC Fulda starten, gefreut hat, das deutsche Meisterpaar in den lateinamerikanischen Tänzen vergeblich auf dem Parkett suchen. Die beiden werden sich, ebenso wie wohl die meisten der von ihnen im vergangenen Jahr auf die weiteren Plätze verwiesenen Konkurrenten, an dem besagten Wochenende bei den Europameisterschaften in Barcelona den Wertungsrichtern stellen. Der internationale Verband, die IDSF, müsse aufgrund eines Mangels an geeigneten Ausrichtern derartige Veranstaltungen oft kurzfristig vergeben, so dass die Terminüberschneidung laut Hilgenberg nicht zu vermeiden gewesen war. Die Frankfurter mussten also umdisponieren und haben den Pokal der Spielbank Bad Homburg in ein internationales Jugendturnier verwandelt. Dazu luden sie die jeweils besten Paare der Altersklasse U 18 aus Weißrussland, Polen, Moldawien und Litauen ein.

Wie gut diese wirklich sein werden, wird sich aber erst am Abend des Turniers herausstellen, denn in den Ergebnislisten der vergangenen Jugend-WM hat Hilgenberg keines von ihnen gefunden. Was darauf zurückzuführen sein könnte, dass die dort Gestarteten mittlerweile aus Altersgründen bei den Erwachsenen tanzen müssen und damit erst den Weg für den Nachwuchs freigemacht haben. Aus Deutschland werden unter anderen ebenfalls die Landesmeister, Denys Drozdyuk / Polina Kolodizner aus Berlin, sowie die Zweiten der nationalen Titelkämpfe, Michele Soriano / Jessica Mohr vom TSZ Blau-Gold Casino Darmstadt, am Start sein.

Auch bei den Standardtänzern wird sich ein anderes Bild als im vergangenen Jahr ergeben, denn der Große Preis der Stadt Bad Homburg ist diesmal ebenfalls international ausgeschrieben - was die erfolgreiche Titelverteidigung der für den "Frankfurter Kreis" tanzenden Lokalmatadoren Sascha und Natascha Karabey erschweren dürfte. Denn die Siebten der vergangenen Weltmeisterschaften bekommen es unter anderem mit den WM-Zweiten Mirko Gozzoli / Alessia Betti aus Italien sowie den -Fünften, Arunas Bizokas / Edita Daniute aus Litauen, zu tun. Die bislang immer weiter hinten platzierten Dauer-Konkurrenten der amtierenden deutschen Meister, Marcus Weiß und Anja Schramm von der TuS Alstertal, werden im Feld der zwölf eingeladenen Paare ebenfalls ihr Können zum Besten geben.

Doch es gibt auch Probleme, die sich nicht so leicht lösen lassen wie - zumindest nach außen hin - eine Änderung der Ausschreibung, und die sind nicht nur im Tanzen finanzieller Natur. Nachdem sich einer der Hauptsponsoren des Bad Homburger Turnier-Balls gänzlich aus dem Sport zurückgezogen habe, laufen den Frankfurtern "die Kosten extrem davon", wie Vorsitzender Willy Hilgenberg feststellen musste. Davon wird das Publikum an dem Samstagabend, 6. April (ab 20 Uhr) aber sicher wenig mitbekommen, und so bleibt doch zumindest einiges wie gewohnt.

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Dokument erstellt am 28.03.2002 um 00:02:48 Uhr
Erscheinungsdatum 28.03.2002

 

Dreieich Spiegel 28.03.2002

 

 

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