TC "Der Frankfurter Kreis" e.V.
Der Frankfurter Kreis im Internet

Ehrenmitglied des DFK
Herr Claus Wilcke

Laudatio Claus Wilcke

Ein Leben für das Schauspiel, ein Leben für die Kunst, andere Menschen mit seiner Begabung zu unterhalten. Dafür steht Claus Wilcke sowohl als Schauspieler seit rund 40 Jahren auf der Bühne, aber auch vor der Film- und Fernsehkamera. Was hat Claus Wilcke, der am 12. August 1939 in Bremen geboren wurde und dort auch am Theater am Goetheplatz seine ersten Schritte ins Rampenlicht machte, schon alles vor und für die Augen der Öffentlichkeit gespielt. 

Wie oft hat ihn der Applaus ganz nach oben auf den Olymp einer Branche getragen, die so leicht aussieht, so schwer auszuüben und noch schwerer über Jahrzehnte zu erhalten ist.Seit einigen Wochen - bis heute Sonntag zum letzten Spieltag an der Komödie in Frankfurt in dem Boulevard-Stück "Wochenend-Komödie" umjubelt - kann unser Ehrengast auf eine künstlerische Vita zurückschauen, die ihresgleichen sucht. Sowohl in der Qualität wie auch der Vielfalt an Aufgaben, an Rollen. 21 Filme in den 60er- und 70er-Jahren, darunter in Filmsellern wie "Am Tag als der Regen kam", "Verbrechen nach Schulschluß", "Via Mala" oder die "Brücke von Remagen". Vier Jahre lang beglückte Claus Wilcke uns in der ZDF-Erfolgsserie "Percy Stuart" als Held und Schwarm einer ganzen Generation mit Einschaltquoten bis zu 20 Millionen Zuschauern. Bambis und Ottos begleiteten seinen künstlerischen Weg, ohne dass sich der Mensch Claus Wilcke je im Profil geändert hätte.

 Er blieb, was er war: Mensch mit einem schönen Beruf. Daran änderten auch die bemerkenswerten Erfolge seiner Darstellung in "Jede Menge Leben" mit 180 Folgen, "Sylter Geschichten", SOKO., "Traumschiff" oder "Im Namen des Gesetzes" nichts. Klassisches Theater, Komödien, Musicals, Kabarett - oder die Synchronstimme für internationale Weltstars wie Alain Delon, Michele Piccoli oder Elvis Presley waren für Claus Wilcke stets Momentaufnahmen eines erfüllten Künstlerlebens, in das auch seine Tochter Alexandra, die derzeit am Fritz Remond-Theater in dem Stück "Ghetto" die Hauptrolle spielt, nunmehr getreten ist. 

Dass Claus Wilcke ganz nebenbei ganz privat Unterhaltungsnachmittage in Krankenhäusern und Altersheimen gestaltet oder auch über 250 DDR-Flüchtlingen in der Zeit der menschenverachtenden Mauer einen Weg in die Freiheit gewiesen hat, wissen nur Freunde. 

Der TC Der Frankfurter Kreis ist sehr glücklich, dass Claus Wilcke heute zu Gast ist und die Ehrenmitgliedschaft eines Clubs annimmt, der sich vor der Kunst, aber auch vor dem Menschen verneigt und Danke sagt.

Prof. Dr. Willy Hilgenberg
1. Vorsitzender

 

 

                  Überreichung der Ehrenurkunde an Claus Wilcke
                   durch Rüstem Karabey

 

 

 

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