TC
"Der Frankfurter Kreis"
e.V.
Der Frankfurter Kreis im Internet
Presseberichte
Deutsche Meisterschaft der Formationen 2002
in Bremen
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Bericht: Frankfurter Neue Presse vom 13.11.2002 |
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Bericht: Frankfurter Neue Presse vom 09.11.2002 |
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Bericht: Frankfurter Rundschau vom 09.11.2002 |
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Junge Nachrücker vor der großen Bewährung
Formation des "Frankfurter Kreis" tanzt bei den nationalen Titelkämpfen in Bremen Von Katja Sturm BAD HOMBURG. "Musik !" Fröhlich klingt die Straußsche "Fledermaus"-Ouvertüre durch den hell erleuchteten Saal. Acht in schwarz und weiß gekleidete Paare drehen sich auf der Tanzfläche, finden in Gruppen zueinander, die sich kurz darauf in eine Diagonale auflösen. "Linie halten !", ruft Rüstem Karabey. Die Gesichter sind von Anstrengung gezeichnet. Nur wenn sich der Blick einer Tänzerin mal mit dem eines Zuschauers am Rande kreuzt, huscht ein kleines Lächeln über ihr Gesicht. Und die kurzen Momente der Ruhe, die die frontal zum raumhohen Spiegel gerichteten Posen inmitten des stetigen Bewegungsflusses bescheren, lassen für Sekundenbruchteile auch die Gesichtszüge der Männer ein wenig entspannen. Unmittelbar nachdem die letzten Töne der Musik verklungen sind, finden sich die Tänzer und Tänzerinnen der Standard-Formation des TC "Der Frankfurter Kreis" in Kleingruppen zusammen. Hier diskutieren einige noch eine holprige Passage, dort zeigt Trainer Rüstem Karabey, Besitzer der gleichnamigen Bad Homburger Tanzschule, dem Trainingsort der Formation, einer der Tänzerinnen noch einmal die korrekte Ausführung einer Bewegung. Und Mannschaftskapitän Markus Mehlis verkündet: "Beim Ausmarsch heben die Herren den Arm auf fünf, nicht auf sechs oder vier." Tanzsprache. Wenige Minuten nur bleiben, um Ungereimtheiten zu klären, den reichlich fließenden Schweiß von der Stirn zu tupfen, die trockenen Kehlen zu befeuchten, und schon geht alles noch einmal von vorne los. Und noch einmal. Und noch einmal. Und noch einmal. Leicht soll es aussehen, wenn die Frankfurter am heutigen Samstag bei den nur den acht Erstliga-Teams vorbehaltenen deutschen Meisterschaften in Bremen ihr Debüt geben. "Gutes Standardtanzen", so Karabey, den seine Tänzer respektvoll Chef nennen, wollen sie präsentieren. Showelemente, Bilder, Kleidereffekte - das alles steht bei ihnen im Hintergrund. Dass sie es mit ihrer eigenen Art des Vortrags nicht leicht haben werden inmitten der arrivierten Konkurrenz, wissen sie. "Wir werden Achter, das ist klar", sagt Choreograph Sascha Karabey, selbst amtierender nationaler Meister der Amateure. Es war ja auch gar nicht vorgesehen, dass die in der zweiten Liga zuletzt viertplatzierte Formation in der Anfang des Jahres beginnenden Ersten Bundesliga antritt. Doch blieb ihr keine andere Wahl, wollte sie nicht in die Oberliga absteigen müssen. Der Rückzug der beiden Tübinger Formationen hatte Platz geschaffen für zwei Nachrücker, und ein Verzicht hätte den Platz in der zweiten Liga gekostet. Also nehmen die Frankfurter die Herausforderung an, die dadurch noch ein bisschen gewachsen ist, dass sich nach der vergangenen Saison einige aus der Formation zurückzogen. So ist diese mit einem Durchschnittsalter von 23 Jahren und ein paar 14-, 15-Jährigen äußerst jung, wohl die jüngste in der ersten Liga. In ihr stehen Tänzer, die bislang noch nicht einmal einen Showauftritt darin hatten. "Doch war sie noch nie so homogen wie jetzt", sagt Rüstem Karabey, "jeder kann jeden ersetzen." Deshalb werden die insgesamt 20 Tänzer und Tänzerinnen auch erst bei der Stellprobe erfahren, wer von ihnen im Turnier starten darf. "Nach heute Abend habe ich die Aufstellung im Kopf", so der Trainer, Nervenflattern könnte jedoch für Verschiebungen sorgen. Karabey kennt seine Tänzer, hat ihnen allen die ersten Schritte auf dem Parkett beigebracht und sie später gründlich für die Formation ausgewählt. So nehmen sie es ihm auch nicht übel, wenn er während des Trainings mal herumschreit oder ein paar derbere Sprüche anbringt. "Sie wissen, dass das bei mir von Herzen kommt." Mittlerweile
haben sich die Tänzer wieder paarweise am Rande der Fläche aufgereiht,
um ein weiteres, ein letztes Mal die Choreographie durchzugehen.
Endspurt, die letzte Chance, sich für den Auftritt zu empfehlen. Die Rücken
werden gestrafft, manches Kinn noch ein bisschen mehr angehoben, die
schon längst nicht mehr zu ignorierende Müdigkeit noch ein Mal verdrängt.
Und als sich inmitten des Vortrags die Stimme Rüstem Karabeys wieder über
die beschwingten Rhythmen erhebt, traut wohl mancher seinen Ohren kaum.
"Sehr schön !", lobt der Trainer, "Sehr gut gemacht
!" Zum ersten Mal an diesem Abend scheinen alle Tänzer
gleichzeitig von einer drückenden Last befreit. |
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