TC "Der Frankfurter Kreis" e.V.
Der Frankfurter Kreis im Internet
 
Presseberichte
Deutsche Meisterschaft der Formationen 2002
in Bremen

 

 Bericht: Frankfurter Neue Presse vom 13.11.2002

Frankfurter Formation ist noch steigerungsfähig

Bremen. Durch den Rückzug der beiden für die Bundesliga qualifizierten Tübinger Formationen kamen die Standard-Tänzer des TC "Der Frankfurter Kreis" relativ kurzfristig in den Genuss, Erstliga-Luft schnuppern zu dürfen.

Dass es beim Saison-Eröffnungsturnier, den Deutschen Meisterschaften in Bremen, nur zum siebten Platz unter acht Mannschaften reichte (vor der TSG Essen), ist jedoch keine Überraschung. Viele Zuschauer, wie auch Bundestrainer Oliver Wessel-Therhorn, meinten sogar, die von Rüstem Karabey vorbereiteten Hessen hätten auf Grund der gezeigten Leistung eine bessere Platzierung verdient gehabt hätte. "Insgesamt gesehen haben sie gut getanzt. Aber es war sogar mehr drin. Man spürte, dass einige das erste Mal in der Formation tanzten", meinte Karabey. Zudem sei es verständlich, dass in Anbetracht der Bedeutung des Wettkampfs, der auch im Fernsehen gezeigt wurde, sowie der zahlreichen Zuschauer einige Tänzer recht nervös gewesen seien. "Bis zum nächsten Bundesligaturnier Anfang Januar können wir uns noch steigern", glaubt Karabey.

Die 9000 Zuschauer in der voll besetzten Bremer Stadthalle sorgten für eine Welle der Begeisterung, die die Teams zu Höchstleistungen anspornte. Im Finale der Standard-Sektion wurde der Titelverteidiger Braunschweiger TSC seiner Favoritenrolle gerecht. Zweiter wurde der 1. TC Ludwigsburg vor dem TD TSC Düsseldorf Rot-Weiß. (löf)

 

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 Bericht: Frankfurter Neue Presse vom 09.11.2002

Die Bundesliga ist für die Frankfurter Tänzer vor allem eine Nervensache


Frankfurt. Zur Teilnahme an der Ersten Bundesliga kam die Standard-Formation des TC "Der Frankfurter Kreis" wie die Jungfrau zum Kind. Bei den Deutschen Meisterschaften im Standardtanz am Wochenende in Bremen – gleichzeitig das erste von fünf Bundesligaturnieren – beginnt für die Frankfurter Tänzer der Kampf um den Klassenerhalt. "Wir wollten gar nicht in die höchste Klasse, sondern wurden dorthin zwangsversetzt", erklärt Trainer Rüstem Karabey, der seit Juni eine neue Formation ausbildet. "Einige tanzen in Bremen ihr allererstes Turnier. Und dann das ist gleich die Deutsche Meisterschaft", weiß der Trainer um die Nervosität seiner Aktiven.

Tanzen werden die Hessen zur Musik aus der "Fledermaus". Der TC "Der Frankfurter Kreis" hatte bereits Ende der 80er-Jahre mit dieser Musik in der Ersten Liga für Furore gesorgt. 2001 wurde die Entscheidung getroffen, zu dieser Musik eine neue Choreografie zu entwerfen. Hierzu wurde der Deutsche Standard-Meister Sascha Karabey verpflichtet. Im September begann die Mannschaft mit dem Einstudieren der von Sascha entwickelten Schrittkombinationen.

Nach den Zielen der Gruppe befragt, wagt Rüstem Karabey keine eindeutige Prognose. "Mein persönliches Ziel ist es, dass die Mannschaft geschlossen tanzt, sich gut im Standard-Look präsentiert und die Tänze charakteristisch wiedergibt. Wenn dies alle beherzigen und die Richter den sauberen Tanz mehr honorieren als spektakuläre Show-Elemente, könnten wir zwei Formationen hinter uns lassen und Sechste werden." Die Chance dafür sieht Karabey jedoch höchstens bei 15 Prozent. "Denn man darf nicht vergessen: Wir haben noch nie vor 5000 Zuschauern getanzt. Da müssen auch die Nerven mitspielen." (löf)

 

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 Bericht: Frankfurter Rundschau vom 09.11.2002

Junge Nachrücker vor der großen Bewährung

 

Formation des "Frankfurter Kreis" tanzt bei den nationalen Titelkämpfen in Bremen

Von Katja Sturm

BAD HOMBURG. "Musik !" Fröhlich klingt die Straußsche "Fledermaus"-Ouvertüre durch den hell erleuchteten Saal. Acht in schwarz und weiß gekleidete Paare drehen sich auf der Tanzfläche, finden in Gruppen zueinander, die sich kurz darauf in eine Diagonale auflösen. "Linie halten !", ruft Rüstem Karabey. Die Gesichter sind von Anstrengung gezeichnet. Nur wenn sich der Blick einer Tänzerin mal mit dem eines Zuschauers am Rande kreuzt, huscht ein kleines Lächeln über ihr Gesicht. Und die kurzen Momente der Ruhe, die die frontal zum raumhohen Spiegel gerichteten Posen inmitten des stetigen Bewegungsflusses bescheren, lassen für Sekundenbruchteile auch die Gesichtszüge der Männer ein wenig entspannen.

Unmittelbar nachdem die letzten Töne der Musik verklungen sind, finden sich die Tänzer und Tänzerinnen der Standard-Formation des TC "Der Frankfurter Kreis" in Kleingruppen zusammen. Hier diskutieren einige noch eine holprige Passage, dort zeigt Trainer Rüstem Karabey, Besitzer der gleichnamigen Bad Homburger Tanzschule, dem Trainingsort der Formation, einer der Tänzerinnen noch einmal die korrekte Ausführung einer Bewegung. Und Mannschaftskapitän Markus Mehlis verkündet: "Beim Ausmarsch heben die Herren den Arm auf fünf, nicht auf sechs oder vier." Tanzsprache.

Wenige Minuten nur bleiben, um Ungereimtheiten zu klären, den reichlich fließenden Schweiß von der Stirn zu tupfen, die trockenen Kehlen zu befeuchten, und schon geht alles noch einmal von vorne los. Und noch einmal. Und noch einmal. Und noch einmal.

Leicht soll es aussehen, wenn die Frankfurter am heutigen Samstag bei den nur den acht Erstliga-Teams vorbehaltenen deutschen Meisterschaften in Bremen ihr Debüt geben. "Gutes Standardtanzen", so Karabey, den seine Tänzer respektvoll Chef nennen, wollen sie präsentieren. Showelemente, Bilder, Kleidereffekte - das alles steht bei ihnen im Hintergrund. Dass sie es mit ihrer eigenen Art des Vortrags nicht leicht haben werden inmitten der arrivierten Konkurrenz, wissen sie. "Wir werden Achter, das ist klar", sagt Choreograph Sascha Karabey, selbst amtierender nationaler Meister der Amateure. Es war ja auch gar nicht vorgesehen, dass die in der zweiten Liga zuletzt viertplatzierte Formation in der Anfang des Jahres beginnenden Ersten Bundesliga antritt. Doch blieb ihr keine andere Wahl, wollte sie nicht in die Oberliga absteigen müssen. Der Rückzug der beiden Tübinger Formationen hatte Platz geschaffen für zwei Nachrücker, und ein Verzicht hätte den Platz in der zweiten Liga gekostet.

Also nehmen die Frankfurter die Herausforderung an, die dadurch noch ein bisschen gewachsen ist, dass sich nach der vergangenen Saison einige aus der Formation zurückzogen. So ist diese mit einem Durchschnittsalter von 23 Jahren und ein paar 14-, 15-Jährigen äußerst jung, wohl die jüngste in der ersten Liga. In ihr stehen Tänzer, die bislang noch nicht einmal einen Showauftritt darin hatten. "Doch war sie noch nie so homogen wie jetzt", sagt Rüstem Karabey, "jeder kann jeden ersetzen." Deshalb werden die insgesamt 20 Tänzer und Tänzerinnen auch erst bei der Stellprobe erfahren, wer von ihnen im Turnier starten darf. "Nach heute Abend habe ich die Aufstellung im Kopf", so der Trainer, Nervenflattern könnte jedoch für Verschiebungen sorgen.

Karabey kennt seine Tänzer, hat ihnen allen die ersten Schritte auf dem Parkett beigebracht und sie später gründlich für die Formation ausgewählt. So nehmen sie es ihm auch nicht übel, wenn er während des Trainings mal herumschreit oder ein paar derbere Sprüche anbringt. "Sie wissen, dass das bei mir von Herzen kommt."

Mittlerweile haben sich die Tänzer wieder paarweise am Rande der Fläche aufgereiht, um ein weiteres, ein letztes Mal die Choreographie durchzugehen. Endspurt, die letzte Chance, sich für den Auftritt zu empfehlen. Die Rücken werden gestrafft, manches Kinn noch ein bisschen mehr angehoben, die schon längst nicht mehr zu ignorierende Müdigkeit noch ein Mal verdrängt. Und als sich inmitten des Vortrags die Stimme Rüstem Karabeys wieder über die beschwingten Rhythmen erhebt, traut wohl mancher seinen Ohren kaum. "Sehr schön !", lobt der Trainer, "Sehr gut gemacht !" Zum ersten Mal an diesem Abend scheinen alle Tänzer gleichzeitig von einer drückenden Last befreit.

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Copyright © Frankfurter Rundschau 2002
Dokument erstellt am 09.11.2002 um 00:03:25 Uhr
Erscheinungsdatum 09.11.2002
 

 

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