TC
"Der Frankfurter Kreis"
e.V.
Der Frankfurter Kreis im Internet
Presseberichte
Deutsche Meisterschaft HGR S - Standard 2002
in Berlin
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Bericht: Frankfurter Rundschau vom 05.11.2002 |
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Mentale Handbremse gelöst
Das Standard-Meisterpaar Karabey setzt zum Höhenflug an Von Katja Sturm BERLIN. "Geil getanzt." Das Lob kam aus berufenem Munde. Der Bundestrainer höchstpersönlich, Ex-Weltmeister Oliver Wessel-Therhorn, war "rundum zufrieden" mit den Vorträgen der Geschwister Sascha und Natascha Karabey bei den deutschen Meisterschaften am Wochenende in Berlin. Nicht nur, weil das Standardpaar vom TC "Der Frankfurter Kreis" den Titel gewann - das hatte schon im Vorfeld als sicher gegolten. Nein, sowohl vom Tänzerischen als auch von der Präsentation her fand der Coach keinen Ansatz zur Kritik. Doch das Geschwisterpaar so weit zu bringen, hatte viel Schweiß gekostet. Denn zu einem Spitzenpaar gehört nicht nur das Bewegungsvermögen, sondern auch die richtige Einstellung. Das Selbstbewusstsein, mit dem Sascha Karabey mittlerweile zu Werke gehe - im Tanzsport wird oft nur vom Mann geredet, auch wenn beide gemeint sein sollten -, habe er nicht immer gehabt, sagt Wessel-Therhorn. "Und das kann man nicht trainieren." Hinzu kam, dass es international manches Mal einen Dämpfer für das national seit Jahren dominierende Paar gab, zuletzt bei der EM im April in Aarhus, als die beiden das im Vorjahr noch erreichte Finale verpasste. "Danach haben wir eine Trainingsstrategie entwickelt", sagt der Coach, die die Karabeys stetig vorwärts gebracht habe. Unter anderem auf den fünften Rang der WM im September in Finnland. Dieser Erfolg, so der Bundestrainer, habe "eine mentale Sperre gelöst". Dennoch übten Wessel-Therhorn und die Karabeys in der Woche vor den nationalen Titelkämpfen täglich miteinander, "weitgehend, um die mentale Einstellung zu festigen". Das Ergebnis war in Berlin nicht zu übersehen, das Tanzen beeindruckend. Und dass die Bad Homburger den Quickstep nur mit einer Eins mehr im Vergleich zu den Drittplatzierten Marc Friedmann / Claudia Köhler gewannen, diente, so der Trainer, mehr der Anerkennung der Krefelder denn der Abwertung der Leistung der Karabeys. "Mittlerweile haben sie über einen längeren Zeitraum konstant sehr gute Leistungen gebracht", so Wessel-Therhorn, das gelte es nun zu konservieren. Sascha Karabey scheint das nicht genug. "Wir müssen jetzt noch einen draufsetzen", sagt der 24-Jährige, und das Selbstbewusstsein, mit dem er diese Worte spricht, sollte die internationale Konkurrenz aufhorchen lassen. [
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Bericht: Frankfurter Rundschau vom 04.11.2002 |
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Angenehm anzuschauen Bei den Standardtänzern geht es vor allem um den Platz hinter den Karabeys Von Katja Sturm (Berlin) Das Leben, so heißt es, bestraft den, der zu spät kommt. Wertungsrichter sind demnach für andere Dinge zuständig. Am Samstag, bei den deutschen Meisterschaften der Standardtänzer in Berlin, haben sie sich daran gehalten. Denn was auch immer die noch bis in die Morgenstunden diskutierten Entscheidungen über die Vergabe von Titel und Plätzen beeinflusst hat, Pünktlichkeit spielte keine Rolle. Als der lange Tag sich nämlich seinem Ende zuneigte, die sechs Paare, die zuvor die meisten Kreuzchen abbekommen hatten, sich dem Publikum zum Finale präsentieren sollten, erschien erst einmal nur eins auf der Fläche. Im Bemühen, die Zuschauer nicht zu lange auf die Folter zu spannen und den aktuellen Zeitverzug wieder aufzuholen, hatte sich das Auswertungsteam dermaßen beeilt, dass die Finalisten schon aufs Parkett gerufen wurden, als einige von ihnen in der Umkleide noch an den kleinen, feinen Knöpfen herumnestelten, die das frische weiße Hemd korrekt schließen sollten, oder an den Haarspangen, die sich im Eifer der vorausgegangenen Runden gelockert hatten. Dieses eine Paar, das da minutenlang allein auf der Fläche stand, waren die Krefelder Mark Friedmann und Claudia Köhler. Die DM-Dritten von 2001 hatten im Vorfeld der Meisterschaften mit ihren Leistungen und Platzierungen auf internationaler Ebene für Wirbel gesorgt. Mehrfach waren sie vor den Vorjahres-Zweiten, den Hamburgern Marcus Weiß und Anja Schramm, platziert. Eine Wachablösung, wenn auch nur auf dem zweiten Platz, stehe bevor, wurde gemunkelt. An der Spitze, und da war man sich allerseits einig, gab es nichts zu rütteln an dem Thron, auf dem die Geschwister Sascha und Natascha Karabey nun im vierten Jahr sitzen. Die beiden Bad Homburger haben 2002 erstmals den Sprung ins Finale der Weltmeisterschaft gepackt und dort den fünften Rang belegt. Das gibt Selbstbewusstsein und ihren Vorträgen eine ganz andere, höhere Qualität. Dass trotzdem sieben von 45 Mal ein anderes Paar die Eins von den Wertungsrichtern gezeigt bekam, ließ Sascha Karabey kalt. "Man kann es nicht jedem recht machen", sagte der für den TC "Der Frankfurter Kreis" startende Tänzer. Umgekehrt die Wertungsrichter ebenso wenig. Denn sie verweigerten Friedmann / Köhler den Sprung nach vorne, direkt hinter die Karabeys. Eine Eins oder Zwei mehr, ein Sieg im Quickstep oder ein zweiter Platz im Langsamen Walzer oder Slowfox, und die so fest sitzende Ordnung im deutschen Tanzsport wäre durcheinander geraten. So aber sind die Finalisten und ihre Platzierungen fast identisch mit denen des Vorjahres, Weiß / Schramm weiterhin "Vize". Allerdings legten sie sich mächtig dafür ins Zeug. "Wir haben uns darauf eingestellt, Dritte zu werden", sagte die 27-jährige Hamburgerin später. Doch nicht kampflos, wie sie von Beginn an demonstrierten. Selten tanzten sie so erfrischend und mutig wie bei diesen Titelkämpfen. Und sie scheuten auch den direkten Vergleich mit der Konkurrenz nicht. Mehrmals begannen die beiden Paare, die etwas höher gewachsenen Hamburger und die spritzigen Krefelder, ihre Vorträge in der gleichen Ecke und halfen so jedem dabei, im Vergleich der Stile den besseren - oder gefälligeren - herauszufinden. Oliver
Wessel-Therhorn war unter denen, die den Platzwechsel für richtig
gehalten hätten. "Aber das ist eine subjektive Entscheidung in
einem einzigen Moment", sagte der Bundestrainer. Ansonsten jedoch
fand der bislang letzte deutsche Amateur-Weltmeister in den Standardtänzen
durchaus auch Grund zur Zufriedenheit. Neben Karabey / Karabey und
Friedmann / Köhler, denen er beiden eine sehr gute Entwicklung in den
vergangenen Monaten bescheinigt, seien eigentlich die besten 24 Paare
allesamt "angenehm anzuschauen" gewesen. Auf Vorhersagen, ob
und wann es nach seinem Sieg 1987 mit Martina Wessel-Therhorn mal wieder
einen deutschen Weltmeister geben könnte, will er sich dennoch nicht
festlegen. Dazu brauche man ein Paar mit den entsprechenden tänzerischen
Voraussetzungen, einem gewissen Charisma, den nötigen finanziellen Möglichkeiten
und "der Bereitschaft, 24 Stunden am Tag den Tanz zu leben". |
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Bericht: Frankfurter Rundschau vom 01.11.2002 |
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Tanzen FRANKFURT
A. M. Ganz "relaxed" sehen die Geschwister Sascha und Natascha
Karabey den deutschen Meisterschaften in den Standardtänzen am morgigen
Samstag in Berlin entgegen. Denn die Titelverteidiger vom TC "Der
Frankfurter Kreis" haben nichts zu befürchten, werden, da sind
sich alle einige, die in den vergangenen Monaten die Konkurrenz auf dem
Parkett verfolgt haben, zum vierten Mal als Sieger aus dem Wettbewerb
der Walzer- und Tangopaare hervorgehen. "Doch
wir fahren nicht einfach mit der Einstellung da hin, dass das reicht,
was wir machen", sagt Sascha Karabey. "Wir wollen auch zeigen,
dass wir zu Recht die Nummer eins in Deutschland sind." Zumal das
Publikum stets auf Seiten der Herausforderer sei und die vergangenen
Titelkämpfe, obwohl vor heimischem Frankfurter Publikum ausgetragen,
gezeigt hätten, dass die eine oder andere Eins, insgesamt zehn waren es
damals, auch mal für ein anderes Paar aufgezeigt werden kann. Beispielsweise
für die Abonnenten des zweiten Platzes, die Hamburger Marcus Weiß und
Anja Schramm, oder die Vorjahres-Dritten Mark Friedmann und Claudia Köhler
aus Krefeld, die im Vorfeld schon als neue "Vizemeister"
gehandelt werden. "Es wird spannend", prophezeit Sascha
Karabey und bedauert, dass er zumindest im Finale das Duell zwischen den
Norddeutschen und den Rheinländern nicht verfolgen kann, weil er sich
ja dann auf seinen eigenen Vortrag konzentrieren muss. Doch
auch wenn die deutschen Meisterschaften durchaus als ein Höhepunkt im
Karabeyschen Terminkalender markiert sind, geht der Blick des Bad
Homburger Geschwisterpaares schon darüber hinaus, auf den 30. November.
Dann steht in Leipzig das Finale der ARD-Masters-Gala an, und mit ihrem
bislang letzten Turnier in dieser Serie und dem dort ertanzten fünften
Platz waren die beiden nicht glücklich. Ganz knapp hatten sie sich
hinter den Italienern Paolo Bosco und Silvia Pitton einordnen müssen.
"Und den Spieß wollen wir beim nächsten Mal umdrehen." kat [
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