TC
"Der Frankfurter Kreis"
e.V.
Der Frankfurter Kreis im Internet
Presseberichte
Deutsche Meisterschaft S - Standard
in Frankfurt
Stand: 12.11.01 09:45:04
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Bericht in WILLYOO vom 12.11.01 |
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| Heute,
zwei Wochen nach der Deutschen Meisterschaft, freuen wir uns, euch einen
besonderen Bericht präsentieren zu können. Die ehemalige Weltmeisterin
der Standardtänze und heutige Toptrainerin hat exklusiv für willYOO
ihre Eindrücke von der Meisterschaft zu "Papier" gebracht und
uns zur Veröffentlichung übergeben. Auf der Folgeseite könnt ihr den
gesamten Bericht einsehen. Vielen Dank an dieser Stelle an Martina für die Mühe, die sie sich für uns gemacht hat.... Deutsche Meisterschaft der Amateure in den Standardtänzen 2001 Am 03. November 2001 fand in der beeindruckenden Jahrhunderthalle (JAHUHA) in Frankfurt/Höchst die Deutsche Meisterschaft der Amateure in den Standardtänzen statt. Als Erstes möchte ich die Organisatoren und die Veranstalter loben für den reibungslosen und schnellen Ablauf dieser DM. Zu schade, daß in dieser Halle nicht mehr Großveranstaltungen stattfinden. Sie bietet eine phantastische Atmosphäre, die man sich für eine Ballveranstaltung wünscht und außerdem ist sie optimal für die Akteure. Die Paare konnten sich an den Seiten der Halle auf einer großen Fläche entspannen. Sie waren nicht unmittelbar vom Publikum zu sehen, konnten sich aber auf den großen Parkettflächen wunderbar auf ihren nächsten Einsatz vorbereiten. Neben den Flächen war eine Menge Parkett, um sich einzutanzen und um sich so wieder aufeinander einzustellen. So ein Platzangebot würde ich mir öfter wünschen!!!! Die beide ersten Runden wurden in einer Nachmittagsveranstaltung durchgeführt. Der Zeitplan wurde gut eingehalten, was aber auch dem neuen Wertungssystem zu verdanken war. So wurden die Wertungen direkt in einen Palm (kleiner Handcomputer) eingegeben und zum Turnierbüro übermittelt. So konnten die Ergebnisse schon direkt nach jedem Tanz ausgewertet werden. Ich habe mich kurz mit den ausländischen Wertungsrichtern unterhalten. Sie waren mit diesem System gut zufrieden! Zu den Leistungen allgemein kann ich anmerken, daß ich die ersten Runden besser fand, als im letzten Jahr. Grundsätzlich vermisse ich aber dennoch die für den Waltz typischen Charakteristika (ruhige Dynamik und Lateralschwünge). Dadurch, daß das Mittelfeld nun stärker wird, fällt es aber auch vielen Paaren schwer sich aus dieser Masse herauszuheben. Das ist aber aus meiner Sicht nur durch Qualität und Souveränität zu erreichen. Ich denke aber, daß der Deutsche Tanzsportverband e.V. durchaus einer positiven Zukunft entgegenblicken kann. Es ist genug Potential da, was in den letzten Jahren aufgebaut, aber bisher noch nicht zu sehen war. Jetzt, so denke ich, müssen die jungen Pflänzchen mit Disziplin, aber auch mit viel Muße und Liebe weiter ausgebildet werden, damit wir in einigen Jahren wieder auf internationalem Terrain mitspielen können. Nur immer zu sagen, was alles schlecht ist, ist sehr einfach, aber aus dem Material (was wirklich wieder vielversprechend ist!) etwas Meisterliches zu machen, daß ist hier die Kunst. Ich hoffe, daß wir Trainer dazu in der Lage sind unsere Paare in einer positiven Art zu unterrichten und sie dadurch zu stärken und besser zu machen. Dann kann Deutschland wieder zu einer starken Tanzsportnation werden. Also, ich bin gespannt auf das nächste Jahr, und denke wir werden dann auch noch eine wesentlich verbesserte Spitze sehen können. Denn ab der 24er Runde war ein wirklich gutes Potential an Paaren zu sehen. Ich denke, wir sollten allen eine faire Chance und etwas Zeit geben. Rom ist auch nicht an einem Tag entstanden!!!! Martina Weßel-Therhorn |
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Bericht Giessener Anzeiger vom 08.11.2001 |
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| "Wir waren auch dabei" | ||
Gießener Paare zeigen sich bei DM Standard von guter Seite - Sieg für Karabeys Kathleen Niepmann FRANKFURT. Elegante, mit Pailletten besetzte Kleider glitzern im weißen Scheinwerferlicht, junge Männer im schwarzen oder dunkelblauen, auf jeden Fall exakt geschneiderten Frack geleiten ihre Partnerinnen auf das dunkle Parkett. Ballatmosphäre im Publikum mischt sich mit Aufregung und Herzklopfen unter den Teilnehmern: Die deutsche Meisterschaft der Hauptgruppe S im Standardtanzen hat begonnen. Sie hat in der Jahrhunderthalle in Frankfurt-Höchst, in die an diesem Tag 1500 Zuschauer kommen, einen würdigen Austragungsort gefunden. Tanzpaare aus ganz Deutschland wetteiferten auf der 1914 Meter großen Tanzfläche um die Gunst der neunköpfigen Jury, deren Mitglieder vorwiegend aus Deutschland, aber auch aus England, Dänemark und Italien kamen. Die Paare zeigten an dem Tag, dass Turniertanzen in dieser höchsten Leistungsklasse Ästhetik und Hochleistungssport miteinander verbindet, was nahezu pausenloses Training und selbstkritische Auseinandersetzung mit dem Gelernten bedeutet. Bei dem vom Tanzclub Der Frankfurter Kreis und vom Tanzkreis Höchst gemeinsam ausgerichteten Turnier war auch Gießen gut vertreten. Vier Paare hatten sich auf das Turnier vorbereitet und gingen unter 183 Teilnehmern - eine Rekordzahl im Starterfeld einer deutschen Meisterschaft - an den Start. Voraussetzung für die Teilnahme ist seit vier Jahren einzig die Teilnahme an einer Landesmeisterschaft. Qualifikationsturniere gibt es nicht mehr. Gleich drei Mal war der Rot-Weiß Club Gießen (RWC) repräsentiert: durch die jungen Nachwuchstänzer Susanne Vogel und Markus Spreemann und ihre Vereinskollegen Johanna Hahn und Adrian Klisan sowie Gitta und Andreas Kraushaar, die erst vor kurzem in die S-Klasse aufgestiegen sind. Ebenfalls auf dem Parkett zu sehen war das Nachwuchspaar der Tanzsportgemeinschaft Blau-Gold Gießen (TSG), Tasmin und Ronak Spamer. Vielen Gießenern noch aus ihrer TSG-Zeit bekannt gewesen sein dürfte zudem Eva Kempf, die früher mit Till Fischer gestartet war und nun mit ihrem neuen Tanzpartner Michael Bartsch für den TSC Rödermark antrat. Große Sprünge Höchstleistung war auch am Rande des Parketts von Veranstaltern, Funktionären, Wertungsrichtern und Helfern gefragt. Das Turnier begann um 12 Uhr mit Vorrunde und erster Zwischenrunde und wurde am Abend mit einem Ball fortgesetzt. Von 183 Paaren kamen 91 weiter. Ein großer Sprung, den Gitta und Andreas Kraushaar und ihre Clubfreunde Vogel/Spreemann nicht schafften. Sie tanzten sich immerhin auf einen geteilten 102. Platz vor. Positiv fielen ihre jungen Mitstreiter, die Geschwister Spamer sowie Hahn/Klisan, auf. Sie erreichten die begehrte 48er-Runde, die diesmal allerdings nur mit 47 Paaren besetzt war. Spamers wurden 29., Johanna Hahn und Adrian Klisan erreichten einen geteilten 31. Platz. Eva Kempf und Michael Bartsch kamen auf Rang 45. Erwartungsgemäß Deutsche Meister wurden die 21-jährige Natascha und ihr zwei Jahre älterer Bruder Sascha Karabey aus Bad Homburg, die für den Frankfurter Kreis starten und den Meistertitel inzwischen zum zweiten Mal zu ihren Gunsten verteidigten. Ihnen dicht auf den Fersen lagen Anja Schramm und Markus Weiß (TuS Alstertal), die erneut Vizemeister wurden. Zwischen den Wettkampfrunden durften die Besucher dem Gezeigten nacheifern und sich auf dem Parkett tummeln. Vom Feinsten war auch das Rahmenprogramm, in dem die Standard-Formation des Frankfurter Kreises und die Latein-Formation Schwarz-Gelb-Aachen tolle tänzerische Leistungen boten. Professor Willy Hilgenberg, der Vorsitzende des Frankfurter Kreises, hatte im Vorfeld betont, dass er sich von der Meisterschaft in Frankfurt einen Prestigezuwachs für das Tanzen in Hessen erhoffe. Denn bei Kosten von weit über 100000 Mark sei für die veranstaltenden Vereine kein finanzielles Plus zu erwarten. |
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Bericht in der Offenbach Post vom 05.11.2001 |
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| Sascha
und Natascha Karabey überragen Konkurrenz um Längen Von
Stefan M o r i t z |
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Bericht: Frankfurter Rundschau 05.11.2001 |
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| Keine
Überraschung in Höchst
Die Bad Homburger Sascha und Natascha Karabey sichern sich erneut den Deutschen Meistertitel in den Standardtänzen Von Katja Sturm Die junge Frau stand irgendwo abseits der zahlreichen Lichter, die an diesem Abend den Innenraum der Jahrhunderthalle in Frankfurt-Höchst in gleißende Helligkeit setzten. In nachtblauem Glitzerkleid, die blonden Haare zu einem kunstvollen Knoten verschlungen, tänzelte sie mit halb geschlossenen Augen von rechts nach links und wieder zurück, die Arme elegant gerundet, einer Ballerina gleich. Der zu ihr gehörende Mann lief derweil am Rande der Tanzfläche auf und ab, ließ den Blick mal zu ihr, mal zur Konkurrenz schweifen, die sich auf dem Parkett drehte, so, wie das Paar es ihr nur wenige Minuten später gleich tun würde. Immer wieder, mal im Walzer-, mal im Tangoschritt. Vom Mittag an bis spät in die Nacht hinein. So lange, bis die neun internationalen Wertungsrichter die sechs Paare ausgemacht hatten, unter denen schließlich die Deutschen Meister in den Standardtänzen ermittelt werden sollten. Dass diese wie in den beiden vergangenen Jahren Sascha und Natascha Karabey hießen, war keine Überraschung. 35 Mal hatten die für den gemeinsam mit dem Höchster Tanzkreis gastgebenden TC "Der Frankfurter Kreis" startenden Geschwister für ihre raumgreifenden Darbietungen die Eins zu sehen bekommen, zehn Mal durfte sich ein anderes Paar der Gunst eines der Juroren erfreuen. Damit entschieden die Lokalmatadoren unter den Anfeuerungsrufen zahlreicher Fans neben der Meisterschaft auch sämtliche Tänze für sich, "das war alles, was wir wollten", sagte die 21-jährige Natascha Karabey. Bundestrainer Oliver Wessel-Therhorn, bei dem die Sieger in der vergangenen Woche noch Stunden absolviert hatten, war von der Leistung ebenfalls angetan und deshalb auch "überrascht, dass sie so viele Einsen abgeben mussten, denn sie waren klar vor dem Restfeld". Im vergangenen Jahr waren die Karabeys noch 43 Mal auf den vordersten Platz gesetzt worden. "Aber man kann eben nicht allen gefallen." Entgegen dem Eindruck, den die Wertungen vermittelten, hatte Wessel-Therhorn sogar einen großen Fortschritt in den Vorträgen der Siebten der vergangenen Weltmeisterschaft ausgemacht. Sie hätten es diesmal geschafft, "locker und gelöst zu tanzen, die Trainingsleistung aufs Turnierparkett zu übertragen". Das fehle ihnen noch auf internationaler Ebene, wo sie der Konkurrenz, die sie früher schon im Fernsehen gesehen und bewundert hätten, noch "zu viel Ehrfurcht und Respekt" entgegenbrächten. Die Tänzer selbst bestätigten den Eindruck. "Wir haben heute sehr gutes und lockeres Tanzen gezeigt", sagte der 23 Jahre alte Sascha Karabey. Das hätten sich viele von den beiden Bad Homburgern gewünscht, und man habe sie sicher nicht enttäuscht. "Ich denke, wir haben jetzt den Respekt abgelegt." Doch nicht nur die alten und neuen Titelträger ließen Bundestrainer Wessel-Therhorn zufrieden aussehen. "Sehr gut" sei insgesamt das Niveau der Meisterschaften, bei denen Markus Weiß und Anja Schramm (TuS Alstertal) erwartungsgemäß auf den zweiten Rang kamen, ab dem Semifinale gewesen, auch von der Altersstruktur her. Vor allem den drittplatzierten Krefeldern Mark Friedmann und Claudia Köhler bescheinigte er, "einen großen Schritt nach vorn" gemacht zu haben, und auch Rüdiger Homm und Julia Belch vom TSC Rot-Gold Casino Nürnberg, die die Titelkämpfe als Fünfte abschlossen, hätten den Coach nach ihrem Gewinn der Deutschen Jugendmeisterschaft am vergangenen Wochenende "sehr überrascht". "Ich kann positiv in die Zukunft blicken", lautete deshalb sein Fazit. Allein an der Quantität hochwertiger Paare mangele es hier zu Lande noch, aber Wessel-Therhorn hofft, dass sich mancher von den guten Leistungen und den daraus resultierenden Erfolgen der anderen anstecken lässt. Das Duo, das sich so sorgfältig auf jede einzelne Runde der Titelkämpfe vorbereitet hatte, saß zu diesem Zeitpunkt schon längst irgendwo in entspannter Haltung bei einem kühlen Getränk. Es gehörte zu den 153 Paaren, für die im Schatten der Meisterschaftsaspiranten Dabeisein mal wieder alles war.
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Bericht Frankfurter Neue Presse vom 05.11.2001 |
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Bericht: Frankfurter Rundschau 02.11.2001 |
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| "Gleich
gut ist nicht gut genug, um jemanden schlagen zu können"
Frankfurter Geschwister Sascha und Natascha Karabey können bei der Deutschen Meisterschaft zum dritten Mal den Titel in den Standardtänzen holen Die Geschwister Sascha und Natascha Karabey wollen am kommenden Samstag in der Frankfurter Jahrhunderthalle zum dritten Mal den Deutschen Meistertitel im Standardtanzen gewinnen. FR-Redakteurin Katja Sturm sprach mit den beiden für den TC "Der Frankfurter Kreis" startenden Sportlern über ihre Erwartungen und Tendenzen im Tanzsport allgemein. FR: Mit welchem Gefühl gehen Sie als Titelverteidiger in die Deutschen Meisterschaften, wenn sie zu Hause ausgetragen werden? Natascha Karabey: Es ist sehr schön. Alles ist unkomplizierter. Sascha Karabey: Es ist auch für unsere Fans aus dem Raum hier gut. Sonst fahren meistens ein oder zwei Busse mit uns mit. Jetzt haben viele aus unserem direkten und weiteren Umfeld die Möglichkeit, eine Deutsche Meisterschaft live zu sehen. Sie haben den Titel zweimal gewonnen, und viele sagen, es wäre überraschend, wenn Sie es nicht wieder schaffen würden. Fühlen Sie sich unter Druck gesetzt? Natascha Karabey: Eigentlich nicht. Es ist schon ein schönes Gefühl, wenn die Leute das von vornherein sagen, denn das unterstützt einen in dem, was man tut. Sascha Karabey: Um dieses Turnier zu gewinnen, müssen wir hundertprozentigen Einsatz zeigen. Die Paare, die hinter uns sind, wollen uns natürlich alle schlagen. Gerade weil wir jetzt ein Jahr eine weiße Weste haben, immer als bestes deutsches Paar abgeschnitten haben. Wie sah Ihre Vorbereitung aus? Natascha Karabey: Wir haben täglich zwei bis drei Stunden trainiert. So oft es die Arbeit erlaubt. Außerdem fliegen wir vor großen Turnieren zu unseren Trainern in Italien und England. Damit die uns noch den letzten Schliff geben können. Wie sieht Ihr Verhältnis zu den Wertungsrichtern aus, fragen Sie die auch mal, warum sie welche Note ziehen? Sascha Karabey: Bei deutschen Wertungsrichtern kommt das vor, aber zu den ausländischen hat man weniger Kontakt. Das sind Profis, die haben ihre Meinung. Wir respektieren das. Die werten auch nicht immer gleich. Wir versuchen, uns davon nicht zu sehr beeinflussen zu lassen. Muss man sich, wie im Eistanzen, hochdienen? Sascha Karabey: Hochdienen ist als Ausdruck negativ belegt. Das kann man so interpretieren, als käme es gar nicht mehr auf den sportlichen Wettkampf an. Aber das ist nicht so. Ich denke, hochdienen heißt, dass man über die Jahre Reife sammelt, Turniere tanzt, gute Ergebnisse einfährt. Und ich sage immer, gleich gut ist nicht gut genug, um jemanden schlagen zu können. Hochdienen heißt, dass man sich durch eine beständige Leistung durchsetzt, weil die Qualität zu erkennen ist, auch wenn die Unterschiede fein sind. Worin liegen diese Unterschiede? Woran arbeiten Sie? Sascha Karabey: Der Trainingsinhalt ist vielschichtig. Einen sehr hohen Stellenwert nimmt die Technik ein, also Fußarbeit, der Stand der Körper zueinander, die Haltung. Ein anderer Schwerpunkt ist Kreativität, Musikalität, dass man während des Tanzens einen gewissen Spannungsbogen hat oder darauf regieren kann, wenn andere Paare dazwischen kommen. Vor den großen Turnieren geht es dann mehr um die Konstanz während des ganzen Tanzes. Ist Ihr Vater Ihr Heimtrainer? Sascha Karabey: Er ist das dritte Auge. Er beobachtet uns die ganze Zeit. Es ist aber nicht so, dass er der Trainer, der Pusher ist. Er ist einfach unser Vater, er ist für alles da und immer Ansprechpartner. Im Tanzen steht der Mann meist im Vordergrund. Herrscht bei Ihnen im Training Gleichberechtigung? Natascha Karabey: Ja. Im Tanz wird der Mann meistens mehr genannt. Das hat aber nichts mit der Trainingssituation zu tun. Das hat sich so eingebürgert. Er hat ja auch die führende Rolle im Paar. Sie fangen in den Tänzen manchmal sehr spät an. Warten Sie, bis der Weg frei ist, oder ist das auch eine Taktik zu zeigen, wie souverän man ist? Sascha Karabey: Das geht nach keinem Schema. Bevor man auf die Fläche geht, sucht man sich einen Platz aus. Und man schaut dann, dass man, wenn man anfängt, nicht noch drei, vier Paare vor sich hat und es zu Kollisionen kommt. Eigentlich geht es nur darum, genügend Platz haben. Da werden ziemlich viele Energien freigelassen, und wenn das auf jemanden trifft, kann das auch mal weh tun. Hat es Vor- oder Nachteile, mit Bruder beziehungsweise Schwester zu tanzen? Natascha Karabey: Für uns ist es ein Vorteil. Wenn man mit Ehrgeiz dabei ist, kommt es schon mal zum Streit. Aber bei Geschwistern ist es danach auch wieder gut. Außerdem kennt man die Ziele des anderen, weiß ganz genau, der möchte dasselbe wie man selbst auch. Haben Sie Sponsoren? Natascha Karabey: Die sind schwierig zu finden. Sascha Karabey: Wir suchen noch händeringend fürs nächste Jahr. Wie werden Sie zur Zeit unterstützt? Sascha Karabey: Von Kneipp-Arnica. Die beteiligen sich in der Spitzenpaarförderung. Aber gemessen an unserer Medienpräsenz müssten sich die Sponsoren um uns reißen. Tanz ist eine Randsportart, aber werbewirksam. Ansonsten werden noch Nataschas Kleider gesponsert. Natascha Karabey: Und bis jetzt wurden wir von der Bank unterstützt, bei der ich meine Ausbildung mache. Bei WM gibt es seit einiger Zeit so genannte Einzeltänze. Wie denken Sie darüber? Sascha Karabey: Die Tänze werden ausgelost - dieses Jahr sind es Tango und Slow Fox. Und die gesamte Reihenfolge der Tänze, die sonst festgelegt ist, wird insofern verschoben, dass einer der Solotänze am Anfang, der andere am Ende ist. Das Problem ist, man tanzt Wiener Walzer und Quick Step, hat einen Puls um 200 und muss dann den langsamen Slow Fox tanzen. Das ist Gas geben und dann sich total zurücknehmen innerhalb von zehn Sekunden, mit höchster Präzision und bester Fußarbeit, kontrollierten Beinen eine langsame Schwungbewegung machen, und die Beine pumpen noch. Von diesem System sind wir nicht sehr angetan; der Deutsche Tanzsportverband stellt sich dagegen, und das mit Recht. Sie halten nichts vom Einzeltanz? Sascha Karabey: Die meisten Wertungsrichter fangen sowieso erst an zu werten, wenn die anderen Paare auf der Fläche sind und sie sie im Vergleich sehen. Insofern erübrigt sich der Einzeltanz. Ist es ein Nachteil für Sie, dass der DTV wegen der Einzeltänze keine WM mehr ausrichten will? Sascha Karabey: Wir müssen halt viel reisen, aber das ist nicht so schlimm.
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Bericht Offenbach Post vom 31.10.2001 |
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| Große
Veranstaltung, großer Kostenfaktor
Deutsche Meisterschaft beim Tanzclub Frankfurter Kreis |
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| Frankfurt
(mos). "Raumgreifende Drehungen, in denen das Paar von Höhepunkt
zu Höhepunkt schwingt, neben weich abgefangenen ruckartigen Aktionen,
lineare Schrittmuster sowie berauschende Körperschwünge und
langgestreckte Bewegungen gepaart mit spritzigen Hüpfschritten" -
so lautet die Kurzbeschreibung der fünf Standardtänze Langsamer
Walzer, Tango, Slow Fox, Wiener Walzer und Quickstep auf der Homepage
des Deutschen Tanzsportverbandes (DTV), der am Samstag (3. November) in
der Frankfurter Jahrhunderthalle die Deutsche Meisterschaft im
Standardtanz in der Hauptgruppe S, der anspruchvollsten aller
Tanzklassen, veranstaltet. Ausrichter sind der Tanzsportclub Der
Frankfurter Kreis und der Tanzkreis Höchst. An die 1600 Besucher werden
erwartet.
"Wir sind stolz, nach der WM im Standard 1986 und 1988 erneut eine große Tanzveranstaltung nach Frankfurt geholt zu haben", sagt Dietmar Weixler, Pressesprecher des TC Der Frankfurter Kreis. 181 Paare werden am Samstag ab 12 Uhr um die Gunst der neun internationalen Wertungsrichter werben. Das Teilnehmerfeld ist so groß wie nie zuvor, denn es handelt sich um eine offene Meisterschaft. Das heißt: Jedes Paar, das an einer Landesmeisterschaft teilgenommen hat, durfte auch für die Deutsche Meisterschaft melden; es gab keine speziellen Qualifikationsturniere. Neben sechs Paaren des Frankfurter Kreises werden auch je zwei Paare aus Offenbach und Rödermark starten. Hans-Jürgen und Martina Groß vom TSC Calypso Offenbach (Rang 82 der DTV Rangliste der besten Standardtänzer), Marc Biehler und Stella Pionczewski (Maingold-Casino Offenbach) sowie Michael Bartsch / Eva Kempf und Mathias Rohde / Jutta Zuber (alle TSC Rödermark) werden Außenseiterchancen auf das Erreichen des Achtelfinals (ab 18.15 Uhr) eingeräumt. Ab dem Viertelfinale wird die Meisterschaft als Ballveranstaltung fortgeführt. Das für den Frankfurter Kreis startende Geschwisterpaar Sascha und Natascha Karabey wird erst zum Viertelfinale in den Wettkampf einsteigen, denn die Titelträger der vergangenen beiden Jahre zählen zu den zwölf besten deutschen Tanzpaaren und müssen sich daher nicht durch die beiden Qualifikationsrunden tanzen. Professor Willy Hilgenberg, Vorsitzender des Frankfurter Kreis, erhofft sich von der Meisterschaft einen Prestigegewinn für den Tanzsport in der Region. Finanzieller Gewinn sei nicht zu erwarten. "Wir können froh sein, wenn die Kosten, die deutlich über 100 000 Mark liegen, durch Sponsoren und Eintrittsgelder gedeckt werden", sagt Pressesprecher Weixler, der sich über die aus seiner Sicht mangelhafte Unterstützung der Stadt Frankfurt beklagt. "Die Schirmherrschaft zu übernehmen, ist alles, was die die Stadt für uns tut. Die Hallenmiete mussten wir allein aufbringen. Wenn sich nichts ändert, war es das letzte Mal, dass wir eine Tanzveranstaltung dieses Stellenwerts nach Frankfurt geholt haben." |
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Bericht: Frankfurter Rundschau 25.10.2001 |
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Städtische
Schikanen können die Tanzlust nicht schmälern
Nach 13 Jahren richtet der TC "Der Frankfurter Kreis" wieder eine Deutsche Meisterschaft aus / Rekordbeteiligung erwartet Von Katja Sturm Mittlerweile ist es 13 Jahre her, dass der TC "Der Frankfurter Kreis" gemeinsam mit dem Tanzkreis Höchst zum bislang letzten Mal Ausrichter eines Turniers war, an dessen Ende nationale Meister gekürt werden. Damals in der Festhalle. Am Samstag, 3. November, wird es wieder so weit sein. Insgesamt 182 Tanzpaare - so viele, wie noch nie bei einer offenen Meisterschaft angetreten sind - werden ab 12 Uhr in der Jahrhunderthalle ihre Kunst in den Standardtänzen unter den Augen der neun Wertungsrichter zeigen. Und sollte nach dem Finale (22.20 Uhr) ein anderes Paar als die für den "Frankfurter Kreis" tanzenden Geschwister Sascha und Natascha Karabey die meisten Einser vorweisen können, wäre das schon eine Überraschung. Ihre größten Konkurrenten dürften zumindest die Hamburger Markus Weiß / Anja Schramm sein, die bei den Weltmeisterschaften im September im US-amerikanischen Miami nur einen Platz hinter den WM-Siebten landeten. Dass es diesmal so viele sind, die um den Einzug in die Endrunde streiten wollen, liegt nach Angaben Willy Hilgenbergs, Erster Vorsitzender des "Frankfurter Kreises" und Sportwart des Hessischen Tanzsportverbandes (HTV), daran, dass Frankfurt "sehr günstig" gelegen ist. Zudem wurde vor etwa vier Jahren die so genannte Quotierung, die die Anzahl der Paare bei nationalen Meisterschaften auf 36 beschränkte, aufgehoben, so dass nun jeder startberechtigt ist, der bei seinen Landestitelkämpfen antritt. Diejenigen, die sich im vergangenen Jahr unter die ersten Zwölf tanzen konnten oder derzeit innerhalb des ersten Dutzends in der nationalen Rangliste geführt werden, haben jedoch einen Vorteil gegenüber den anderen Paaren: Sie brauchen erst zu einem späteren Zeitpunkt in den Wettbewerb einzusteigen, wenn die am wenigsten geübten Tänzer bereits ausgemustert worden sind. Der "Frankfurter Kreis" allein schickt sechs Paare aufs Parkett und stellt damit seine landesweite Dominanz im Standardtanzen unter Beweis. Diese habe er vor allem der Kooperation mit der in Bad Homburg beheimateten und vom Vater des Meisterpaares geführten Tanzschule Karabey zu verdanken. Denn "die Stadt Frankfurt bringt uns klubmäßig in den Ruin", wie Hilgenberg sagt. Dem Verein mangelt es seit der Schließung einiger Bürgerhäuser wie jenem am Riederwald an geeigneten Trainingsstätten. Die von der Stadt zur Verfügung gestellten Alternativen, beispielsweise das Titus Forum in der Nordweststadt, stehen, so Hilgenberg, "manchmal von fünf Mittwochen vier nicht zur Verfügung", so dass die dort übenden Lateintänzer oft unfreiwillig frei machen müssten. "Wenn wir nicht Bad Homburg hätten, hätten wir schon lange den Klub schließen müssen." Im Besitz eines eigenen Vereinsheims sind die Frankfurter nicht. Sie hätten zwar darüber nachgedacht und auch über den Erwerb eines der abzugebenden Bürgerhäuser, aber Letztere seien zu so "idiotischen Konditionen" angeboten worden, dass man davon abgesehen habe. "Wir hätten beispielsweise für die Dachsanierung am Riederwald allein zwei Millionen Mark bezahlen sollen", erzählt Hilgenberg. Auch was die Titelkämpfe, für die es noch Restkarten an der Tageskasse (Abendveranstaltung: 18.45 Uhr) gibt, angeht, soll sich die Stadt bedeckt halten. Oberbürgermeisterin Petra Roth sei zwar Schirmherrin und schicke einen Vertreter - viel mehr sei aber von dieser Seite nicht zu erwarten.
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Bericht Frankfurter Neue Presse vom 25.10.2001 |
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