TC "Der Frankfurter Kreis" e.V.
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Berichte von den Hessischen Meisterschaften S - Standard 2005

 
 

Bericht Freestyle 24 vom 19.09.2005

 
 

Klisan/Hahn holen die hessische Bronzemedaille

Zwei spannende und hochkarätige Wettbewerbe sowie faszinierende Schaueinlagen waren beim Herbstball der beiden Tanzsportvereine Gießener TC 74 und Rot-Weiß-Club Gießen am 17. September 2005 in der Kongresshalle die Höhepunkte auf dem Parkett. Im nahezu ausverkauften Saal waren die Zuschauer begeistert vom Tanzsport der Spitzenklasse, der ihnen an diesem Abend reichlich geboten wurde. Um den Titel des Hessenmeisters in der Sonderklasse Standard, der höchsten Amateurleistungsklasse, tanzten aus Gießen drei Paare, die ausgezeichnete Erfolge verzeichneten. Adrian Klisan und Johanna-Elisabeth Hahn, das Spitzenpaar des Rot-Weiß-Clubs (im Bild), nahmen vor heimischem Publikum die Bronzemedaille entgegen. Die Geschwister Ronak und Tasmin Spamer (TC Nova) erzielten mit Platz vier ein ebenfalls sehr gutes Finalergebnis und wiederholten damit ihren Vorjahreserfolg.

Ausgesprochen zufrieden können die beiden Vorsitzenden Frank Schneider vom GTC 74 und Ekkehard Krell vom Rot-Weiß-Club auf die hessischen Meisterschaften zurückblicken, die beide Vereine als Veranstaltergemeinschaft ausgerichtet haben. Mit den beiden Meisterschaftswettbewerben der Königsklasse des Tanzsports für die Hauptgruppe und die Senioren I im Rahmen des Gießener Herbstballes hatten sie voll ins Schwarze getroffen. Eine perfekte Organisation, volles Haus mit einem phantastischen Publikum und Tanzsport der Extra-Klasse waren die Garanten für eine rundum gelungene Ballturnierveranstaltung. Bei den Landesmeisterschaften in der Universitätsstadt wurden zudem die Fahrkarten zur deutschen Meisterschaft vergeben.

13 Paare stellten sich in der Hauptgruppe S Standard den kritischen Augen der Wertungsrichter Christine Heitmann (Bergedorf), Petra Weiland (Lahnstein), Fikret Bilge (Tübingen), Karl Breuer (Köln) und Horst Paland (Hannover), als sie um den Landesmeistertitel antreten. Die Titelkämpfe der 19- bis 34-Jährigen waren der Höhepunkt des Abends.

In der Eliteklasse waren mit Adrian Klisan/Johanna-Elisabeth Hahn (Rot-Weiß-Club) sowie Ronak und Tasmin Spamer (TC Nova) zwei Vorjahresfinalisten unter den Startern, die auch in diesem Jahr fest zu den Aspiranten auf Final- und Medaillenränge zu zählen waren. Das dritte Paar im Hauptgruppenfeld waren Manuel Müller und Anne-Luise Geimer vom Rot-Weiß-Club, die erstmals bei einer S-Klassen-Meisterschaft an den Start gingen.

Während für die S-Klassen-Neulinge Müller/Geimer die Hürde zum Semifinale, das zehn Paare erreichten, noch zu hoch war, qualifizierten sich die Geschwister Spamer und Klisan/Hahn mit 23 bzw. 25 Kreuzchen ohne jede Frage für das Halbfinale. Für die Endrunde wurden dann neben den beiden Gießener Startern noch fünf weitere Paare aus Fischbach, Frankfurt und Wetzlar aufgerufen. Aufgrund von Platzgleichheit wurde das Finale mit sieben statt wie sonst üblich mit sechs Paaren ausgetragen.

Mit hoher Motivation und bestens vorbereitet standen Adrian Klisan und Johanna-Elisabeth Hahn auf dem heimischen Kongresshallenparkett, um eine der begehrten hessischen Medaillen zu ergattern. Sie hatten schon in den beiden Auswahlrunden die Blicke auf sich gezogen und wurden von den heimischen Fans frenetisch angefeuert.

Doch Silber sollte es an diesem Abend trotz exzellenter Leistungen der Gießener nicht wieder werden. Mit der neuen Paarzusammenstellung Rüdiger Homm/Friederike Tischendorf hatten Klisan/Hahn starke Konkurrenz bekommen. Der mehrfache bayerische Landesmeister und zweifache Drittplatzierte bei der DM tanzt nun mit der hessischen Bronzemedaillengewinnerin des Vorjahres für den TC Der Frankfurter Kreis. Bereits im ersten Tanz des Finales erhielten die Frankfurter alle Zweien und Klisan/Hahn wurden klar auf Rang drei gewertet. Bis zum Quickstep, dem letzten Finaltanz, änderte sich an der Reihenfolge der beiden Paare nichts.Somit gaben Adrian Klisan und Johanna-Elisabeth Hahn zwar den Vizetitel an Homm/Tischendorf ab, wurden aber verdiente Gewinner der Bronzemedaille.

Ronak und Tasmin Spamer griffen nicht in die Vergabe der Medaillenränge ein, das 10-Tänze-Paar bot aber an diesem Abend eine sehr gute Vorstellung der fünf Standardtänze. Spamer/Spamer hatten damit ungefährdet den vierten Platz in der Tasche und waren hochzufrieden mit ihrem Abschneiden, hatten sie doch ihr Ziel, das Vorjahresergebnis zu wiederholen, erreicht.

Auf den Rängen fünf bis sieben ging es sehr eng zu, was auf eine hohe Leistungsdichte dieser Paare deutet. Markus Krebes/Jenny Thiel (Schwarz-Rot-Club Wetzlar) konnten den fünften Platz aus dem Vorjahr verteidigen, ihre Vereinskameraden Lars Weingarten und Sarah Ertmer, einziges Jugendpaar in diesem Turnier, belegte Platz sechs. Die Vorjahressechsten Lenny Howard und Jenny Kipper (TSC Fischbach) rutschten um einen Platz nach hinten auf Rang sieben.

An der Spitze des Feldes gab es indes keine Veränderung. Die alten und neuen Meister heißen Sascha und Natascha Karabey. Für die Geschwister aus Bad Homburg, die für den TC Der Frankfurter Kreis starten, gab es alle Bestnoten und damit den achten Gewinn des Hessenmeistertitels der Hauptgruppe S Standard in Folge.

Bei der Siegerehrung übereichte Cornelia Straub, die Pressesprecherin des hessischen Tanzsportverbandes, und die beiden Vereinsvorsitzenden Schneider und Krell die Urkunden und Medaillen. Für die drei erstplatzierten Paare hatte die Stadt Gießen Pokale gestiftet, die durch Stadtrat und Sportdezernent Wolfgang Ise überreicht wurden. Zudem gab es an diesem Abend noch ein denkwürdiges Ereignis zu feiern. Das in den Nachkriegsjahren für den Rot-Weiß-Club Gießen erfolgreichste Paar, Dr. Wilhelm und Hannelore Wolf, errang 1955 den ersten deutschen Meistertitel für den RWC. Zur Erinnerung an diesen Titelgewinn vor fünfzig Jahren hat Hannelore Wolf einen Sonderpreis für das beste Gießener Starterpaar der Hessenmeisterschaft ausgelobt. Frau Wolf höchstpersönlich ließ es sich im Anschluss an die Siegerehrung nicht nehmen, den Pokal an Adrian Klisan und Johanna-Elisabeth Hahn zu überreichen.

Tanzfaszination boten aber nicht nur die Turnierpaare in maßgeschneiderten Fräcken und paillettenglitzernden Kleidern, sondern auch die Showeinlagen. 80 Kinder- und Jugendliche des Rot-Weiß-Clubs verwandelten das Parkett in die afrikanische Steppe. Ausgestattet mit prächtigen Kostümen als Löwen, Zebras, Hyänen und andere Wildtiere vertanzten sie Ausschnitte aus dem Musical „Der Löwenkönig“ und rissen das Publikum zu Beifallsstürmen hin. Weiterer Showhöhepunkt war der Auftritt der „X-Flyers“ des Gießener Tanzclubs 74. Die Rock´n´Roll-Quartett-Formation begeisterte mit atemberaubenden Akrobatiken, schnellen Fußtechnikaktionen und Synchronität. Zwischen den Turnierrunden hatte das interessierte und zum großen Teil fachkundige Publikum ausreichend Gelegenheit, die Tanzfläche zu den Klängen der „Sound Mix“-Band selbst zu bevölkern.

Begonnen hatte die Veranstaltung mit den hessischen Meisterschaften der Senioren I S-Klasse. Mit 24 Paaren gab es in der höchsten Leistungsklasse der Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen eine Rekordbeteiligung. Nach drei Qualifikationsrunden boten sich eine Reihe von sehr leistungsstarken Paaren für das Finale an und das außerhessische Wertungsgericht hatte keine leichte Aufgabe, die besten Sechs für die Endrunde auszuwählen. Klar war in der Endrunde dann die Entscheidung für die Paare auf den Medaillenrängen.

Wie nicht anders zu erwarten, ging der Hessenmeistertitel an die dreifachen Weltmeister Volker Schmidt und Ellen Jonas (Schwarz-Rot-Club Wetzlar), die das Publikum mit Tanzen auf allerhöchstem Niveau verzauberten. 25 Einsen unterstrichen ihre außergewöhnliche Leistung. Die Silbermedaille und den Vizetitel holten sich wie im Vorjahr die Darmstädter Michael und Beate Lindner mit fast allen Zweien vor Michael und Mihaela Ruhl (Schwarz-Silber Frankfurt). Die Newcomer in diesem brillianten Finale überzeugten mit einem lockeren und spritzigen Vortrag und konnten Bronze entgegennehmen. Die Vorjahresdritten Heinz-Josef und Aurelia Bickers (TC Der Frankfurter Kreis) gingen in diesem Jahr ohne Medaille nach Hause, sie belegten Platz vier. Die Lorscher Stefan und Inge Kolip wurden Fünfte vor Hans-Jürgen und Martina Groß (TSC Calypso Offenbach).

Das Gesamtergebnis beider Meisterschaftsturniere ist auf den Seiten des Hessischen Tanzsportverbandes zu finden: www.htv.de

Text & Bild: Gitta Kraushaar

 
    

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Bericht HTV 18.09.2005

 
 

Hessische Meisterschaften in Gießen

Zufrieden blicken die beiden Vorsitzenden der ausrichten Gießener Clubs Rot-Weiß und TC 74 auf die Hessischen Meisterschaften am 17. September zurück. Eine fast ausverkaufte Gießener Kongreßhalle und eine perfekte Organisation des Ballabends ermuntert die beiden Vorstände diese Kooperation in Zukunft fortzusetzen.

Senioren I S-Standard
Die Rekordbeteiligung von 24 Paaren in der Senioren I S-Klasse forderte eine straffe Turnierleitung von Landessportwart Prof. Dr. Willy Hilgenberg. Ein Vielzahl von leistungsstarken Paaren bot sich für die Endrunde an. Den fünf außerhessischen Wertungsrichtern wurde die Wahl nicht leicht gemacht. Klare Entscheidungen trafen sie, was die Vergabe der Medaillen betraf.

"Heute Abend zu tanzen macht richtig Spaß," lautete das Fazit von Volker Schmidt, der mit seiner Partnerin Ellen Jonas das dankbare Publikum mit weltmeisterlichen Leistungen verwöhnte. Sie hatten sich alle Einsen redlich verdient. Michael Lindner hat oft gezeigt, dass er unter Leistungsdruck sehr stark auftanzen kann. Selbstsicher und mit seiner besonderen musikalischen Begabung hielt er zusammen mit seiner Frau Beate die Konkurrenz auf Abstand. Mit fast allen Zweien wurden sie klare Vizemeister. Michael und Mihaela Ruhl waren die "Newcomer" in diesem brillianten Finale. Nicht verkrampft, sondern locker auf Angriff tanzend überzeugten sie die Wertungsrichter und holten sich Bronze. Von den ersten Wertungen des ersten Finaltanzens geschockt zeigten sich die Vorjahresdritten, Heinz-Josef und Aurelia Bickers. Leider führte diese Enttäuschung dazu, dass sie die Herausforderung des Gegners nicht annahmen, sondern ihnen die Verzweiflung fast im Gesicht abzulesen war. Dabei war nach zwei Zweien noch Alles möglich. Leider wurde es dann der undankbare 4. Platz. Stefan und Inge Kolip konnten nur einen Wertungsrichter überzeugen. Dies reichte am Ende zu Platz fünf. Glücklich das Finale erreicht zu haben zeigten sich Hans-Jürgen und Martina Groß. Die wiederholten ihren 6. Platz vom vergangenen Jahr.

Mit diesen Leistungen hatten die ca. 500 Zuschauer mit Sicherheit einige mögliche Finalteilnehmer der kommenden Deutschen Meisterschaft erlebt.

Hgr. S-Standard
Den Zuschauern wurde wahrlich Einiges geboten. Nach den weltklasse Leistungen der Seniorenpaare, durften sie in der Hauptgruppe nochmals Paare auf Weltspitzenniveau erleben.

Auch die vielfachen Deutschen Meister, Sascha und Natascha Karabey, genossen sichtlich die Atmosphäre die das Tanzsport begeisterte Publikum erzeugte. Natascha bot mit ihrem Kleiderwechsel zu jeder Runde eine zusätzliche Augenweide. Selbstverständlich verweigerte den beiden Spitzensportler kein Wertungsrichter eine Bestnote. Für Adrian Klisan/Johanna Hahn war diese Meisterschaft ein "Heimspiel". Frenetisch wurden sie von ihren Anhängern gefeiert. Das sie dies nicht uneingeschränkt genießen konnten, lag an einer interessanten neuen Paarzusammenstellung. Der mehrfache Meister aus Bayern, Rüdiger Homm, seit 6 Wochen in Bad Homburg zu Hause, ist mir Friederike Tischendorf eine neue Partnerschaft eingegangen. Mit Spannung erwartete man ihren ersten gemeinsamen Auftritt. Faszinierend konnte man feststellen, dass beide nach so kurzer Zeit schon eine Einheit gebildet haben. Friederike passt sich dem erfahrenen Rüdiger hervorragend an und gewinnt mit ihm an Selbstbewusstsein. Rüdiger war erfahren genug seine Partnerin genügend Möglichkeiten zur Selbstentfaltung zu geben. Mit Spannung kann man die weitere Entwicklung der beiden erwarten. In dieser Partnerschaft steckt noch viel Entwicklungsmöglichkeit. Neidlos mussten alle anerkennen, dass die Beiden die Entdeckung des Abends waren und völlig zu Recht mit dem Vizemeistertitel belohnt wurden vor Adrian Klisan und Johanna Hahn.

Sieben Paare hatten das Finale erreicht, ein Beweis für die Leistungsdichte der nachfolgenden Paare. In dem Verfolgerfeld konnten sich erneut Ronak und Tasmin Spamer durchsetzen und wurde zum wiederholten Male Vierte. Auch Markus Krebes/Jenny Thiel konnten ihren 5. Platz aus dem Vorjahr verteidigen. Das einzige am Start befindliche Jugend A-Paar, Lars Weingarten/Sarah Ertmer belegte Platz 6 vor den Vorjahressechsten Lenny Howard/Jenny Kipper.

Beitrag von Cornelia Straub

 
    

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