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Presseberichte 
Hessische Meisterschaften S -  Standard 2004

 
 

Freestyle 24 Tanzen: (Rot-Weiß-Club Gießen e. V.)

Adrian Klisan/Johanna Hahn verteidigen souverän den Vizemeistertitel der Sonderklasse

Die Landesmeisterschaften in den Standardtänzen der Hauptgruppe S sowie der Senioren I S-Klasse am Samstag Abend waren für die Gießener Starterpaare von Erfolg gekrönt. Adrian Klisan und Johanna Elisabeth Hahn, das Spitzenpaar des Rot-Weiß-Club Gießen, verteidigte die Silbermedaille des Vorjahres und wurde erneut Vizehessenmeister der Hauptgruppen-Sonderklasse. Ronak und Tasmin Spamer (TC Nova Gießen) erreichten in diesem Feld ebenfalls die Finalrunde und schnitten mit Platz vier auf einem sehr guten Platz ab.
Bei den diesjährigen Hessenmeisterschaften der höchsten Amateurleistungsklasse der Hauptgruppe und der Senioren I in den Standardtänzen, die vom TC „Der Frankfurter Kreis“ ausgerichtet wurden, wurde dem Publikum in Bad Homburg Spitzentanzsport vom Feinsten geboten. In einem, dieser Meisterschaft mehr als würdigen Ballrahmen im Kurhaus des renommierten Staatsbades im Taunus wurden die Landesmeister der Eliteklasse des Tanzsports gekürt und die Fahrkarten zur Deutschen Meisterschaft vergeben. Aus Gießen waren insgesamt fünf Paare in der Kurstadt vor den Toren Frankfurts um die Meisterehren angetreten.
Die Titelkämpfe der Hauptgruppe S waren dabei zweifelsohne das Highlight des Abends. In der höchsten Leistungsklasse der Altersgruppe der 19- bis 35-Jährigen waren mit Adrian Klisan/Johanna Elisabeth Hahn (Rot-Weiß-Club) und dem Geschwisterpaar Ronak und Tasmin Spamer (TC Nova) zwei Vorjahresfinalisten angetreten, die auch in diesem Jahr fest zu den Aspiranten auf Final- bzw. Medaillenränge zu zählen waren. Das dritte Paar im Hauptgruppenfeld kam mit Jörg Walter und Katrin Viktoria Mühl vom Gießener TC 74. Wie im vergangenen Jahr waren insgesamt 18 Paare am Start, die bereits in der Vorrunde kräftig mit Beifall der Zuschauer im voll besetzten Kurhaus belohnt wurden. Getragen von der ausgezeichneten Meisterschaftsstimmung liefen sowohl Klisan/Hahn als auch die Geschwister Spamer zu Hochform auf. Mit jeweils der Bestwertung von 25 Kreuzen in den beiden Qualifikationsrunden konnte die beiden Paare nichts vom Finaleinzug abhalten. Insgesamt erreichten sechs Teilnehmer das S-Klassen-Meisterschaftsfinale. Adrian Klisan und Johanna Elisabeth Hahn waren bestens austrainiert und mit einer Top-Motivation in diese Meisterschaft hineingegangen, hatten sie doch am Vortag noch einige Trainingseinheiten beim Bundestrainer Oliver Wessel-Therhorn absolviert. Mit einer Souveränität, die ihresgleichen sucht, präsentierten die Rot-Weißen in exzellenter Paarharmonie Standardtanzen auf höchstem Niveau. Klisan/Hahn schienen geradezu über das Parkett zu schweben und steigerten sich dabei noch von Tanz zu Tanz. Letztlich bekam das Aushängeschild des Rot-Weiß-Club für diese Spitzenleistung in allen Tänzen den zweiten Platz zugesprochen. Adrian Klisan und Johanna Elisabeth Hahn waren damit erneut verdiente Silbermedaillengewinner und Vizemeistertitelträger. Die Vorjahresdritten Ronak und Tasmin Spamer hatten wenige Wochen vor der Meisterschaft das Training umgestellt und legten in der Vorrunde einen spektakulären Vortrag auf das Parkett, der ihnen sehr viel Beachtung bei Funktionären und Zuschauern einbrachte. Da sie erst seit vier Wochen an der neuen Bewegungsart trainieren, lag es nahe, dass die Konzentration darauf noch nicht bis ins Finale anhalten würde. In der Zwischenrunde machten sich bereits kleine Fehler bemerkbar und im Finale konnte das Gießener Geschwisterpaar zwar die technische Leistung aufrechterhalten, jedoch die Präsentation wollte nicht mehr so recht gelingen So ging es im Kampf um Bronze recht eng zu. Ronak und Tasmin Spamer hatten mit dem Jugendpaar Dmytro Pidlubnyy/Friederike Tischendorf (TC „Der Frankfurter Kreis“) einen großen Konkurrenten um das heiß ersehnte Edelmetall bekommen. Mit knappem Vorsprung gingen die Frankfurter in Führung, und dem TC-Nova-Paar gelang es nicht, den Spieß umzudrehen. So mussten Ronak und Tasmin Spamer an diesem Abend Pidlubnyy/Tischendorf bei der Vergabe der Bronzemedaille den Vortritt lassen. Etwas enttäuscht beendeten Spamer/Spamer mit Platz vier das Meisterschaftsturnier, allerdings mit der Gewissheit, jetzt den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. Am alten und neuen hessischen Meister der Hauptgruppensonderklasse gab es indes nichts zu rütteln. Die amtierenden fünffachen Deutschen Meister Sascha und Natascha Karabey (TC „Der Frankfurter Kreis“) verteidigten auf heimischen Boden mit allen Einsen erneut den Titel und holten damit bereits zum siebten Mal Hessengold. Das dritte Gießener Paar Walter/Mühl war erst wenige Wochen zuvor in die S-Klasse aufgestiegen und gab bei der Landesmeisterschaft seinen Einstand in der höchsten Leistungsklasse. Die GTC-Starter kamen noch nicht über die Vorrunde hinaus, zeigten sich aber mit ihrem Abschneiden zufrieden, da sie bereits einige Paare hinter sich lassen konnten.
Das Endrundenergebnis:
1. Sascha und Natascha Karabey TC „Der Frankfurter Kreis“ 2. Adrian Klisan & Johanna Elisabeth Hahn Rot-Weiß-Club Gießen 3. Dmytro Pidlubnyy & Friederike Tischendorf TC „Der Frankfurter Kreis“ 4. Ronak und Tasmin Spamer TC Nova Gießen 5. Markus Krebes & Jenny Thiel Schwarz-Rot-Club Wetzlar 6. Lenny Howard & Jenny Kipper TSC Fischbach.

    

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Frankfurter Neue Presse vom 21.09.2004

 
Die Karabeys beherrschen den Raum
Von Michael Löffler

Bad Homburg. Als Mekka des Tanzsports ist Bad Homburg in Fachkreisen weltweit anerkannt. Alle Weltmeister der vergangenen 20 Jahre, egal ob Standard oder Latein, gastierten irgendwann im Kurhaus. Auch die stets gut besuchten Bälle, die die internationalen Turniere zu unvergesslichen Ereignissen machten, suchten zumindest in Deutschland ihresgleichen.

Nun unternahm der TC «Der Frankfurter Kreis» einen Versuch, das Flair der internationalen Turniere auf Landesebene zu übertragen. Als Ausrichter der Hessenmeisterschaft der Standardtänze bot er eine Veranstaltung an, die die Atmosphäre der großen Turniere besaß. Während die Verantwortlichen vor dem Beginn bangten, ob sich der große Saal im Kurhaus füllen würde und die Ausgaben gedeckt werden, war Oberbürgermeisterin Dr. Ursula Jungherr (CDU) vom Erfolg überzeugt. «Es wird gut besucht sein. Die Bad Homburger wissen um die Qualität der Veranstaltung, gehen auch selbst gern tanzen. Ich tanze auch gerne, wenn auch wegen Zeitmangels nicht regelmäßig.»
In den nächsten Stunden bekam das Stadtoberhaus genügend Gelegenheit, ihrem Hobby nachzugehen. Die «Salicat Band» spielte gut zweieinhalb Stunden fürs tanzfreudige Publikum. Im Gegensatz zu den internationalen Turnieren waren es diesmal größtenteils Fachbesucher, die die Tische bevölkerten.

Und sie hatten an den Darbietungen viel Spaß. Doch den meisten Spaß hatten Sascha und Natascha Karabey. Und das sprach Bände über die Leistung der alten und neuen Landesmeister. Die Meisterschaft stand ganz im Zeichen des Bad Homburger Geschwisterpaares. Es war ein «Solo für zwei». Während die Konkurrenten im Gewühl ihre einstudierten Schritte zelebrierten, gehörte der weite Raum den EM-Dritten vom TC «Der Frankfurter Kreis». Sascha hörte die Musik, setzte sie um und Natascha folgte einfach. Es sah so einfach aus, ist aber das Resultat von harter Arbeit und der Reife, die das Paar besitzt, das mittlerweile fünf Mal die Deutsche Meisterschaft errungen hat.

Die Form lässt für die kommenden schweren Aufgaben – die «International», das dritte der drei großen Turniere in England, die ARD Masters Gala in Karlsruhe, die WM im litauischen Wilna am 30. Oktober sowie die Deutschen Meisterschaften in Nürnberg eine Woche danach – einen medaillenträchtigen Herbst erwarten.

Zu erwähnen ist der dritte Platz des ebenfalls von Rüstem Karabey in Bad Homburg trainierten Paares Dmytro Pidlubny/Friederike Tischendorf vom TC «Der Frankfurter Kreis». Beide sind erst 16 Jahre alt.

In der hochklassig besetzten Meisterschaft der Senioren S setzten sich die Weltmeister Volker Schmidt/Ellen Jonas (Schwarz-Rot Club Wetzlar) vor den Deutschen Vizemeistern Michael und Beate Lindner (Darmstadt) sowie Heinz-Josef und Aurelia Bickers (TC «Der Frankfurter Kreis») durch.
 
   

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 Frankfurter Rundschau vom 20.09.2004

 
Die Karabeys wieder eine Klasse für sich
 
Bad Homburg · 19. September · löf · Mit einer souveränen Leistung holte sich das Bad Homburger Geschwisterpaar Sascha und Natascha Karabey (TC "Der Frankfurter Kreis") den Titel bei den Hessischen Meisterschaft der Standardtänzer. Für das fachkundige Publikum im Bad Homburger Kurhaus war es ein Genuss, die Leichtigkeit, die Musikalität, die technische Perfektion und die Originalität der fünfmaligen Deutschen Meister zu sehen. Die starke Vorstellung läutete für die Karabeys die heiße Saisonphase ein mit Starts bei der "International" in London, der "ARD Masters Gala" in Karlsruhe, der WM am 30. Oktober in Wilna sowie der Deutschen Meisterschaft am 6. November in Nürnberg.

Die Konkurrenz im Finale wirkte nur wie Staffage für die EM-Dritten. Kleine Ausnahme: Der Tango und der Quickstep der Geschwister Ronak und Tasmin Spamer, die jedoch beim Wertungsgericht keine Lobby fanden und unterbewertet Vierte wurden. Platz zwei ging an Adrian Klisan/Johanna Hahn (Rot-Weiß-Club Gießen), Dritte wurden die erst 16-jährigen Dmytro Pidlubnyy/Friederike Tischendorf vom Ausrichter TC "Der Frankfurter Kreis", die ihren Vorbildern Sascha und Natascha Karabey im Stil nachzueifern versuchten. Bei den Senioren S siegten erwartungsgemäß die Weltmeister Volker Schmidt/Ellen Jonas (Schwarz-Rot-Club Wetzlar) vor den Deutschen Vizemeistern Michael und Beate Lindner (Blau-Gold Casino Darmstadt), die den Angriff von Heinz-Josef und Aurelia Bickers (TC "Der Frankfurter Kreis") abwehrten.

  
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Copyright © Frankfurter Rundschau online 2004
Dokument erstellt am 20.09.2004 um 00:20:44 Uhr
Erscheinungsdatum 20.09.2004 | Ausgabe: S | Seite: 24
 
   

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Bericht HTV vom 20.09.2004

 

Das Kurhaus in Bad Homburg hatte der TC "Der Frankfurter Kreis" für die Ausrichtung der Hessischen Meisterschaften der Hgr. S Standard und der Senioren I S ausgesucht. Seit Jahren hat es keine Meisterschaft mehr in so festlichem Rahmen gegeben. Den Organisatoren muss man ein großes Kompliment für die hervorragende Organisation aussprechen. Dies tat Sascha Karabey dann auch nach der Siegehrung im Namen aller Tanzpaare. Das überwiegend fachkundige  Publikum, das die Ränge nicht ganz füllte (Anmerkung der DFK Redaktion: Der Rang war wegen Umbaumaßnahmen baupolizeilich gesperrt), erlebte in beiden Meisterschaftsklassen  nicht nur Tanzsport auf Weltklasseniveau, sondern auch spannende Zweikämpfe  um die Meisterschaftsmedaillen. Das lateinamerikanische Rahmenprogramm war von allerbester Qualität. Jesper Birkehoj/Anna Kravchenko zeigten in allen fünf Tänzen eine ganz persönliche Interpretation, die sie durch einen Kleiderwechsel unterstrichen. Dies stellte Turnierleiter Prof. Dr. Willy Hilgenberg, vor eine besondere Herausforderung. Die minutenlangen Pausen zum Umkleiden füllte er in dem er das Publikum über zahlreiche private und sportliche Details dieses Spitzenpaares informierte.

Senioren I S - Standard:
Mit 21 Paaren war diese Meisterschaft nicht nur die zahlenstärkste Klasse dieses Abends. Drei Finalpaare der letzten Deutschen Meisterschaft, sowie mehrere Finalisten von Ranglistenturnieren der aktuellen Saison sorgten für ein Toppniveau auf der Tanzfläche. Daher war es auch keine Überraschung, dass fünf Paare mit sehr deutlichem Vorsprung das Finale erreichten. Für den einzigen noch freien Platz boten sich vier Paare an. Hans-Jürgen und Martina Groß (TSC Calypso Offenbach) konnten zwei Wertungsrichter überzeugen und zogen mit 9 Kreuzen in das Finale der Giganten ein. Folgerichtig erhielten sie zwar alle Sechsen, strahlten bei der Siegerehrung aber überglücklich über ihren Erfolg. Harald Günther/Alexandra Berg (TSC Rödermark) und Stefan und Inge Kolip (TSC Rot-Weiß Lorsch) hatten sich  bei den Ranglistenturnieren der Saison schon mehr als einmal einen spannenden Zweikampf geliefert. Auch in Bad Homburg erwartete das fachkundige Publikum eine knappe Entscheidung um die Plätze vier und fünf. Harald Günther er hielt nur wenige Vieren. Darüber war er aber nicht traurig, denn er wurde erst vor wenigen Wochen  am Fuß operiert und konnte sich mit seiner Tanzpartnerin nicht auf diese Meisterschaft vorbereiten. Nach der ersten offenen Wertung schien die Entscheidung um den Vizemeistertitel noch nicht geklärt. Mit 3:2 meldeten Michael und Beate Lindner (TSZ Blau-Gold Casino Darmstadt) zunächst vor Heinz-Josef und Aurelia Bickers (TC "Der Frankfurter Kreis") die  Anwartschaft auf Silber an.  Im Tango hieß es 3:2 für Ehepaar Bickers, die im Januar nach Hessen gewechselt waren und zum ersten Mal im HTV eine Meisterschaft bestritten.  Den Wiener Walzer gewannen Lindners klar mit 4:1. Dies gab ihnen Auftrieb, so dass sie die Wertungsrichter auch im Slowfox von ihren Qualitäten überzeugen konnten. Damit hatten sie den Angriff abgewehrt und konnten auch den Quickstep zu ihren Gunsten verbuchen. Die größte Aufmerksamkeit, zumindest der begeisterten Zuschauer, genossen aber die zweifachen Weltmeister aus Wetzlar Volker Schmidt/Ellen Jonas. Die fünf außerhessischen Wertungsrichter honorierten ihre Ausnahmeleistung mit allen möglichen Einsen.

Hauptgruppe S - Standard:
1
8 Paare von der Jugend bis zur Hgr.II bestritten im festlichen Ballsaal des Kurhauses ihre Landesmeisterschaft. Die Paare hatten um 18 Uhr die Gelegenheit das Parkett zu testen und sich einzutanzen. Das Turnier begann um 21 Uhr vor einer eindrucksvollen Kulisse. Offensichtlich kamen einige Paare mit der langen Wartezeit besser zu Recht einige weniger.  Napoleon Wittig/Yvonne Scheller (TSC Rot-Weiß Lorsch) hatten nach einem Fehlstart mit 7 Kreuzen als letztes Paar das Semifinale erreicht. Nachdem sie die Vorrunde offensichtlich als Eintanzrunde genutzt hatten, konnten sie sich stark verbessern und beendeten das Turnier als Anschlusspaar zum Finale.

Für Lenny Howard /Jenny Kipper (TSC Fischbach) war das Erreichen der Endrunde das Traumergebnis. Dieses Paar war mit einem 3. Platz im Frühjahr bei der A-Meisterschaft aufgestiegen. In diesem jungen Paar steckt noch viel Potenzial. Markus Krebes/Jenny Thiel (Schwarz-Rot-Club Wetzlar) griffen nach einer Wettkampfpause wieder  ins Turniergeschehen ein und beendet diesen Widereinstieg mit einem guten 5. Platz. Die Paare auf den Plätzen 2-4 waren eine Klasse für sich. Über Allen schwebten Sascha und Natascha Karabey. Im Semifinale zeigte Sascha sein außergewöhnliches Talent Musik in Bewegung umzusetzen. Mit erstaunten Augen verfolgten die Zuschauer seine hohe Musikalität, die er im Slowfox unter Beweis stellte, als  Ulrich Haubenreißer ein Musikstück gewählt hatte, dass im Tempi sehr schwer zu vertanzen war. Für einen Weltklassetänzer, wie Sascha, eine schöne Herausforderung, die er gerne annahm um sein Talent zu zeigen. Die Plätze 2-4 lagen in der Leistung dicht zusammen. Im Langsamen Walzer lagen Adrian Klisan/Johanna Hahn  (Rot-Weiß Club Gießen) mit 3:2 vor Dmytro Pidlubnyy/Friederike Tischdorf (TC "Der Frankfurter Kreis").  Ronak und Tasmin Spamer  (TC Nova Gießen) erhielten zwei Dreien und drei Vieren, hier war also auch noch nichts entschieden. Im Tango das gleiche Bild. Im Wiener Walzer erhielten Klisan/Hahn dann vier Zweien und hatten damit den Vizemeistertitel für sich entschieden. Die Majorität der Dreien im Quickstep kam für die Geschwister Spamer zu spät, um noch auf dem Siegertreppchen Platz nehmen zu können. Die Bronzemedaille nahm das Frankfurter-Jugendpaar vor heimischer Kulisse entgegen.

Der guten Ordnung halber soll erwähnt werden, dass Sascha und Natascha Karabey (TC "Der Frankfurter Kreis") mit allen Bestnoten ihren Titel zum wiederholten Male verteidigten. Prof. Hilgenberg bemerkte nicht ohne Stolz, dass die Wertungsrichter leider nur fünf Einsen zu vergeben hatten für diese absolute Weltbestleistung.

   

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Bericht DFK vom 20.09.2004

Der DFK ist wieder mal das hohe finanzielle Risiko eingegangen und hat für die Hessischen Meisterschaften der Hauptgruppe S - Standard und der Senioren S - Standard ein Ballturnier ausgerichtet. Als Schirmherrin für dieses Ballturnier konnte der DFK die Oberbürgermeisterin der Stadt Bad Homburg v.d.Höhe Frau Dr. Ursula Jungherr gewinnen. Frau Dr. Jungherr stellte auch die schöne Saaldekoration mit herbstlichem Blumenschmuck zur Verfügung und verfolgte mit Genuss die gesamten Veranstaltung. So war der Ballsaal des Kurhauses nicht nur festlich geschmückt sondern auch die zahlreichen Ballgäste waren schon zur Vorrunde nahezu alle anwesend. Leider war der Rang wegen Umbauarbeiten gesperrt und es gab hier keinen Zutritt.

Die Vorrunde der Senioren S - Klasse fand also diesmal schon im vollbesetzten Kursaal statt und von Anbeginn herrschte eine tolle Stimmung und mit Beifall wurde vom Publikum wahrlich nicht gespart. Ein vollbesetzter Ballsaal animiert die Paare und auch das Publikum und man sah schon hier viele Höchstleistungen. Man bekam als Zuschauer hautnah die Freude der Turnierpaare mit, die so etwas schon lange nicht mehr erlebt hatten.

Wann gab es so etwas zuletzt? Meistens finden doch solche Veranstaltungen ja unter Ausschluss der Öffentlichkeit in einer tristen Turnhalle statt und nur ein paar Insider und Trainer sind anwesend. Dem DFK ist es wieder mal hervorragend gelungen hier ein markantes Zeichen zu setzten. Unsere Spitzenpaare haben es sicherlich mehr als nur verdient, für ihre Meisterschaften einen würdigen Rahmen, "geile Turniermusik" und ein tolles Publikum vorzufinden. Meisterschaften in kahlen Turnhallen (wie leider so oft üblich) werten die hervorragenden Leistungen und den Trainingsfleiß unserer Paare doch sehr herab.

Turnierablauf:
Als Opening der Ballsektion vertanzten Paare der Tanzschule Karabey den Radetzky Marsch im Originalstil und entsprechenden Kostümen. Unangefochten tanzten Volker Schmidt und Ellen Jonas in der Senioren S - Klasse elegant und unangreifbar auf das Siegertreppchen. Zwischen Lindners und Bickers kam es am Beginn der Endrunde zu einem harten Wettbewerb um Platz 2. Erst ab dem Wiener Walzer konnten sich Michael und Beate Lindner leicht absetzen und wurden verdient Vizemeister. Heinz-Josef und Aurelia Bickers waren aber über den Gewinn der Bronzemedaille nicht traurig. In Hessen sind eben sehr viele Spitzenpaare im Seniorenbereich zu Hause und beim nächsten Turnier....? Wer weiß....? Vielleicht wieder mal mit Ballambiente....?

In der Hauptgruppe tanzten Sascha und Natascha Karabey absolut outstanding und zeigten weltmeisterliches Niveau. Ohne die Leistung der anderen Paare zu schmälern muss der Betrachter feststellen, dass die beiden um Klassen besser tanzten und eine tolle Demonstration ihrer hervorragenden Floorcraft zeigten. Man sah Sascha und Natascha die Freude am Tanzen an und die beiden Spitzentänzer vermittelten dieses Gefühl auch perfekt und gekonnt  den begeisterten Zuschauern. Vizemeister wurden Adrian Klisan und Johanna Hahn. Einen besonders guten Tag erwischte unser Jugend A - Standard Paar Dmytro Pidlubnyy  und Friederike Tischendorf. Sie gewannen die Bronzemedaille.

Vor der Endrunde stand im Programm "Lateinshow mit Jesper Birkehoj und Anna Kravchenko". Geplant waren 15 Minuten. Mit ihrer begeisternden Show sprengten Jesper und Anna aber den vorgegebenen Zeitplan. Jesper und Anna zeigten einen fast 30 minütigen Querschnitt durch die Lateintänze mit Kostümwechseln und extravaganter Musik. Am Ende der mitreißenden Show wünschten alle Anwesenden "herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag". Jesper hatte gerade heute sein Wiegenfest und feierte nun mit dem DFK und den Ballgästen.

Am Ende des Turniers übernahm Sascha Karabey das Mikrofon. Er forderte alle Ballbesucher auf, sich rund um die Tanzfläche zu stellen. Das Licht wurde gedämpft. Nur noch Rotlicht auf der Tanzfläche. Dann zelebrierten Sascha und Natascha Nightclub Atmosphäre vom Feinsten mit einem hinreißenden Slowfox. Wer nicht dabei war, hat ein absolutes Highlight verpasst, denn durch die vielen Auslandseinsätze der beiden bekommt man Saschas und Nataschas Tanzkunst leider viel zu selten in Hessen zu sehen. 

Anschließend hatten die Ballbesucher noch viel Gelegenheit, nach den Klängen der Salicat Band das Tanzbein zu schwingen.

Die Besucher des Balles wünschen sich, so eine Veranstaltung öfter miterleben zu können. Solche Highlights sind leider sehr selten geworden, da man Ballturniere solcher Qualität in Hessen leider nur noch an einer Hand abzählen kann. Hier ist der Hessische Tanzsportverband eindeutig gefordert. Weg von der vorherrschenden "Turnhallenmentalität" und hin zu einem angemessenen Ambiente. Die vom DFK geforderten Eintrittspreise waren auch sehr moderat und bei manchen vergangenen Meisterschaften mit leider nur "Minimalausstattung" wurde schon viel mehr gefordert. Der DFK hat wieder einmal bewiesen: "Es geht also doch!"

haubi

   

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